Dienstag, 04. Dezember 2018

Heilige Barbara: Ein blühender Zweig bis Weihnachten

Am 4. Dezember werden einer alten Tradition zufolge Zweige von Obstbäumen in Wasser gestellt, die an Heiligabend blühen sollen. Der alte Brauch geht auf eine Legende um die Heilige Barbara zurück. Die Märtyrin ist zudem Schutzpatronin der Berufsfeuerwehr und wird am heutigen Dienstag gefeiert.

Am besten eignen sich Zweige von Obstbäumen, die zuerst die Blüte und dann das Blatt bilden - traditionell wird ein Kirschzweig verwendet. - Foto: Facebook
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Am besten eignen sich Zweige von Obstbäumen, die zuerst die Blüte und dann das Blatt bilden - traditionell wird ein Kirschzweig verwendet. - Foto: Facebook

Die Heilige Barbara wird in der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche als Heilige verehrt: Sie wurde im 3. Jahrhundert von ihrem Vater enthauptet, weil sie sich weigerte ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe zu Gott aufzugeben.

Am 4. Dezember wird daher der sogenannte Barbaratag gefeiert. Einer Legende zufolge blieb Barbara auf dem Weg ins Gefängnis, kurz vor ihrer Enthauptung, mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen, den sie in ein Gefäß mit Wasser stellte. Am Tag ihrer Hinrichtung blühte der Zweig.

Die Heilige Barbara gehört zu den 14 Nothelfern und wird häufig mit einem Turm in der Hand abgebildet und ist die Patronin der Türme und Festungsbauten – heutzutage der Architekten und aller Arten von Bauarbeitern.

Sie wird jedoch auch zum Schutz vor Blitz, Donner und Feuer angerufen: Daher ist sie auch die Schutzpatronin der Berufsfeuerwehr und Arbeitern, die mit Feuer arbeiten, wie zum Beispiel Sprengmeister und Waffenschmiede.

Auch die Berufsfeuerwehr Bozen feiert am Barbaratag ihre Schutzpatronin.

stol/ape

stol