Mittwoch, 29. April 2015

Heim zur Wahl: Zugfahrt für Studierende nur in Italien billiger

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) informiert in Hinblick auf die Gemeinderatswahlen am 10. Mai alle Studierenden, dass es lediglich Vergünstigungen für Zugfahrten auf italienischem Staatsgebiet gibt.

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Foto: © APA/DPA

Der Fahrtpreis für ein Ticket zweiter Klasse wird bei Vorlage des Wahlausweises um 60 Prozent bei Regionalzügen bzw. um 70 Prozent bei anderen Zügen reduziert.

Dabei muss die Hin- und Rückfahrt jeweils innerhalb von zehn Tagen vor bzw. nach dem Wahltermin erfolgen.

Der reduzierte Fahrtpreis kann an den Ticketschaltern unter Vorlage einer Identitätskarte und des Wahlausweises (bzw. einer Ersatzerklärung) in Anspruch genommen werden.

Für die Rückfahrt muss der gestempelte Wahlausweis vorgelegt werden.

Fahrt von Wien und zurück: 60 Euro werden nicht zurückerstattet

"Die Regelung, wonach auch die Fahrtkosten in Österreich und Deutschland zum Teil rückerstattet werden, wurde bedauerlicherweise im Zuge der Einführung der Briefwahl für die Landtagswahlen abgeschafft", erklärt die sh.asus.

Dabei sei von der Landesregierung allerdings übersehen worden, dass die Briefwahl bei Gemeinderatswahlen wegen der etwaigen Stichwahl nicht durchgeführt werden kann. 

Damit blieben die Studierenden auf der Strecke: So bekommt ein Student in Wien, der insgesamt 16 Stunden Zugfahrt auf sich nimmt, um sein Wahlrecht auszuüben, lediglich für die kurze Strecke vom Brenner bis zu seinem Heimatort einen Teil der Fahrtkosten rückerstattet.

"Von den 60 Euro, die er alleine in Österreich (reduzierter Preis mit Vorteilskarte) für die Zugfahrt bezahlen muss, wird ihm kein einziger Cent rückerstattet."

 Die sh.asus ruft dennoch alle Studierenden auf, sich davon nicht abhalten zu lassen und am 10. Mai ihr Wahlrecht auszuüben.

stol