„Es sind tragische Jahrestage, derer wir in dieser Zeit gedenken. So jährte sich im Oktober des vergangenen Jahres zum 100 Mal die Machtergreifung des Faschismus in Italien, in diesem Jahr erinnern wir uns voll Schrecken an den 90. Jahrestag der Machtübertragung an Hitler 1933 in Deutschland und an den 100 Jahrestag des Hitlerputsches 1923 in München“, schreibt der Heimatbund in einer Aussendung. <BR /><BR />„Und heute gedenken wir traurigen Herzens des achtzigsten Todestages von 3 jungen Widerstandskämpfern, der Geschwister Scholl und Christoph Probst. Die Prozesse und die Todesurteile sprachen jedem Recht Hohn. Brechen konnten die Nationalsozialisten jedes Recht, aber die zum Tode Verurteilten nicht“, so der SHB. „Es lebe die Freiheit“, das waren die letzten Worte von Hans Scholl. <BR /><BR />Schweizer und schwedische Zeitungen verbreiteten als erste die Nachricht von den Hinrichtungen, denen weitere folgen sollten. Thomas Mann verurteilte in seinen Rundspruchansprachen aus dem Exil an die Deutschen die Geschehnisse an der Münchner Universität. Im Juni 1943 setze er der jugendlichen Widerstandsgruppe ein Denkmal:<BR /><BR />„Brave, herrliche junge Leute! Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“<h3> Heimatbund gedenkt der Patrioten</h3>„Heute, achtzig Jahre später, gedenken wir der Verfolgung und brutalen Hinrichtung dieser jungen Patrioten. Patrioten deshalb, weil sie an das Gute in ihrem Volk und seine Zukunft glaubten. Leider kann niemand die Geschichte verändern, aber die Verantwortung bleibt, dass sich sowas weder in der Gegenwart noch in der Zukunft wiederholen darf. Die Geschichte muss uns Mahnung sein“, so SHB- Obmannstellvertreter Meinrad Berger, Sepp Vigl und Roland Lang.<BR /><BR />Prophetisch beschrieb dies Primo Levi, selbst ein Überlebender der Shoah, diesen Auftrag in seinem Leitartikel für die italienische Tageszeitung „La Stampa“ im Jahr 1975: <BR /><BR />„Der Faschismus ist ein Krebsgeschwür, das sich rasch ausbreitet, und eine Wiederkehr bedroht uns. Daher ist es vielleicht nicht unbillig zu fordern: Wehret den Anfängen!“<BR />