Freitag, 21. August 2020

Heimkehrende Österreicher – Fiebermessen am Brenner

Die österreichische Polizei und österreichisches Bundesheer kontrollieren aktuell 8 Stunden täglich an der Brennergrenze vorrangig österreichische Reiserückkehrer. Festgestellt werden soll dabei der vorangegangene Aufenthaltsort sowie die Körpertemperatur der Autoinsassen. Freitagmittag ist die Fahrzeugfrequenz aber relativ gering.

Sechs österreichische Polizisten und vier österreichische Soldaten versehen  ihren Dienst an der Brennergrenze auf der Brennerautobahn. Immer wieder leiten 2 Polizisten Autos zur Kontrollstelle ab, der überwiegende Teil davon hat ein österreichisches Kennzeichen.
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Sechs österreichische Polizisten und vier österreichische Soldaten versehen ihren Dienst an der Brennergrenze auf der Brennerautobahn. Immer wieder leiten 2 Polizisten Autos zur Kontrollstelle ab, der überwiegende Teil davon hat ein österreichisches Kennzeichen. - Foto: © Thomas Boehm / TT / Thomas Böhm
Sechs Polizisten und vier Soldaten versehen zur Mittagszeit ihren Dienst an der Brennergrenze auf der Brennerautobahn. Immer wieder leiten zwei Polizisten Autos zur Kontrollstelle ab, der überwiegende Teil davon hat ein österreichisches Kennzeichen. Diese Fokussierung soll aus heutiger Sicht bis Ende August so bleiben. Vor allem heimische Rückkehrer aus den Corona-Risikogebieten will man so kontrollieren, lautet die Auskunft eines Polizisten.

Die Aufgabenverteilung von österreichischen Polizei und Bundesheer ist klar definiert. Ein Polizist fragt die Lenker nach Zulassungen, Fahrzeugpapieren und den Aufenthaltsort in den vergangenen 14 Tagen. Ein Bundesheersoldat schreitet im Anschluss zur Tat und misst das Fieber der sich im Auto befindlichen Personen. Diesbezüglich gibt es am Freitag um die Mittagszeit bei fast 30 Grad Außentemperatur keine Beanstandungen. Mit einem freundlichen „Gute Fahrt“ lässt man alle Kontrollierten die Reise fortsetzen.

Ebenso verhält es sich bei der Grenze an der Bundesstraße, an der ebenfalls kontrolliert und fiebergemessen wird. Dort ist die Lage noch deutlich entspannter. Lediglich zwei Polizisten und zwei Soldaten sind anzutreffen. Eine logische Entscheidung, denn dort sei eben „weniger los als bei der Autobahngrenze“, sagt ein Soldat auf Nachfrage nach der Mannstärke. „Im Moment ist es sehr ruhig“, ergänzt er.

Während an der Grenze bei der Autobahn von Zeit zu Zeit auch mehrere Fahrzeuge in einer Schlange stehen, bleibt es bei den Kontrollen an der Bundesstraße bei einzelnen Fahrzeugen. Ähnlich hingegen sind die Antworten auf die Frage nach dem Aufenthaltsort der Reisenden: „Italien“ und „Gardasee“ hört man als häufigste Auskünfte. Auch die Reaktionen der Kontrollierten ähneln sich. „Am Anfang waren wir ein wenig nervös, aber alle waren sehr freundlich zu uns“, meint etwa ein junges Paar mit zwei Kindern am Rücksitz, das vom Gardasee nach Tirol zurückgekehrt ist.

Verärgerung angesichts der verstärkten Kontrollen gibt es nicht. Wenig irritiert von Soldaten und Polizisten treten sämtliche Personen die Weiterreise an. Zum Teil kommt es aber auch zu amüsierten Reaktionen, zumal man gar nicht auf Urlaub war. „Wir waren eigentlich nur shoppen im Brenner-Outlet“, meint eine Frau und kann sich ein Lächeln angesichts der Kontrollen nicht verkneifen.

Kontrolliert wird gegenwärtig übrigens nicht nur an den Grenzübergängen am Brenner. Auch am Reschenpass und in Sillian in Osttirol gibt es Gesundheitskontrollen.

apa/stol