Aus der praktisch komplett überfluteten Stadt Obrenovac südwestlich von Belgrad seien mehr als 4000 Menschen aus ihren Häusern gerettet worden, teilte die serbische Regierung mit.Demgegenüber war das Schlimmste in der am Vortag bedrohten Stadt Sabac rund 50 Kilometer weiter westlich überstanden. „Sabac ist verteidigt und gerettet“, sagte Generalstabschef Ljubisa Dikovic. Dort war der Save-Fluss am Samstag mit 6,20 Metern mehr als ein Meter über die obere Hochwassermarke gestiegen.Lage in Bosnien-Herzegowina weiter kritischKritischer war die Lage im benachbarten Bosnien-Herzegowina. Die im Norden gelegene Stadt Bijeljina stand praktisch komplett unter Wasser. Eine Evakuierungsaktion für 10 000 Menschen sei angelaufen, berichteten die Behörden.Auch wenn der tagelange Regen am Samstag nachließ, sanken die Wasserstände der zu reißenden Strömen ausgewachsenen Flüsse im ganzen Land noch nicht nennenswert. Überall richteten große Erdrutsche neue Schäden an.dpa