<a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/hubschrauberunglueck-in-leifers-der-absturzursache-auf-der-spur" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet, </a>hatte sich der Absturz am Sonntag, 18. Februar 2024, kurz vor 9 Uhr in der Leiferer Sportzone Brantenbach ereignet. An Bord des Hubschraubers befanden sich der Leiferer Ingenieur Mauro Endrizzi und sein Sohn Paolo. Beide wurden glücklicherweise nur leicht verletzt. Sie waren vom Areal der Flugschule Italfly Aviation in Trient gestartet.<BR /><BR />In der Folge hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen zum Flugunfall eingeleitet – Experten der zivilen Luftfahrtbehörde ENAC wurden beauftragt, Hergang und Ursache zu ermitteln. Parallel dazu nahm auch die gesamtstaatliche Agentur für Flugsicherheit ANSV das Unfallereignis unter die Lupe. Die ANSV ist eine unabhängige Einrichtung, die alle Arten von Flugunfällen untersucht. <h3> Unfall ereignete sich bei Anflugmanöver in der Nähe der Wohnadresse </h3> Nun, über eineinhalb Jahre nach dem Absturz, liegt der ANSV-Bericht vor. 4,4 Kilometer vom Bozner Flughafen entfernt ereignete sich demnach der Unfall im Februar 2024. <BR /><BR />Über Leifers soll der Pilot bei einem Anflugmanöver mit niedriger Geschwindigkeit in der Nähe seiner Wohnadresse die Kontrolle über den Hubschrauber verloren und schließlich abgestürzt sein, heißt es im Bericht. <BR /><BR />Tatsächlich hatte die Frau des Piloten, die sich zum dem Zeitpunkt zu Hause aufgehalten hatte, den Unfall beobachtet. Zum Zweck des Manövers, das zum Unfall geführt haben soll, macht die Agentur für Flugsicherheit in ihrem Bericht keine Vermutungen.<h3> Video aus Cockpit aufgetaucht </h3> Den Ermittlern standen jedenfalls mehr Hinweise zum Hergang zur Verfügung, als zunächst erwartet. Wie berichtet, verfügte die Maschine nicht über eine Blackbox, die alle Flugdaten aufzeichnet und relevante Informationen zur Ermittlung von Unfallhergang und -ursache aufzeichnet.<BR /><BR />Bei den Ermittlungen mussten sich die Experten aber doch nicht lediglich auf Wrackteile und Zeugenberichten verlassen – es tauchte nämlich ein Video auf, das im Cockpit kurz vor dem Unfall gedreht worden war. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1230942_image" /></div> <BR />Dort gewannen die Ermittler wichtige Erkenntnisse zu Wetterbedingungen, Windrichtung und genauer Flugroute vor dem Absturz. Auf einer Höhe von 44 Metern und bei einer Geschwindigkeit von etwa 14 Knoten (25 Stundenkilometer) verlor der Pilot die Kontrolle über den Hubschrauber, der innerhalb von 15 Sekunden zu Boden stürzte. <BR /><BR />Laut dem ANSV-Bericht war es demnach kein technischer Defekt am Hubschrauber, der zum Unfall führte, sondern weil der Pilot die Kontrolle über die Maschine verloren hatte und wegen der niedrigen Flughöhe den Absturz nicht mehr verhindern konnte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1230945_image" /></div> <BR /><BR />Bei dem Absturz zogen sich die beiden Insassen glücklicherweise nur leichte Verletzungen zu. Im ANSV-Bericht heißt es jedoch auch, dass sich der Unfall in unmittelbarer Nähe einer dicht besiedelten Zone ereignete. <BR /><BR />„Es hätte nur wenige Meter gebraucht und einen anderen Zeitpunkt, und es wäre eine Katastrophe passiert“, hatte der damals amtsführende Bürgermeister von Leifers, Giovanni Seppi, in einer Stellungnahme zum Unfall gesagt.