Karin Brenner leitet das Amt für Seilbahnen in der Landesverwaltung. Sie weiß, dass der Ruf des „sichersten Verkehrsmittels der Welt“ infrage gestellt ist – vorab zumindest in Italien.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1154682_image" /></div> <BR /><BR />Bis dato gibt es eine Gewissheit: Das Zugseil der Seilbahn in Castellammare ist am Vergusskopf oberhalb einer Kabine gerissen und hat diese in die Tiefe stürzen lassen. Die zweite Kabine blockierte dank der Tragseilbremse; die Passagiere wurden unverletzt geborgen. Wieso nur eine Bremse in Funktion war, muss erst noch geklärt werden. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/vier-tote-bei-seilbahnunglueck-nahe-neapel-staatsanwaltschaft-ermittelt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR />Die Seilbahn auf den Monte Faito wurde 1952 von Cerretti & Tanfani errichtet. Die Mailänder Firma, die nicht mehr existiert, hat auch in Südtirol mehrere Anlagen errichtet. 1988 und 2015 wurde die Seilbahn am Monte Faito generalüberholt. Geführt wird sie von einem Verkehrsverbund der Region Kampanien.<BR /><BR />Südtirol ist mit 360 Bahnen die Provinz mit den meisten Aufstiegsanlagen. Auf staatlicher Ebene ist die Agentur ANSFISA für Kontrollen zuständig; in Südtirol das Amt für Seilbahnen.<BR /><BR />„Bei uns hat es seit langer Zeit keine derartigen Unglücke gegeben“, sagt Brenner. Was sie nicht sagt: Verkehrsministerium und ANSFISA könnten nach dem Unglück neue, zusätzliche Auflagen erlassen und die (bürokratischen) Auflagen erhöhen.