<b>Herr Hillebrand, bei der Landestafel sorgt ein Schreiben der Direktion Nordostitalien für Sorgen. Stellt Aspiag die Unterstützung für die Landestafel ein?</b><BR /> Robert Hillebrand: Wir sind seit 2004 Partner der Landestafel und zählten zu den Ersten, die sich in die Sache hineingewagt haben, als es noch schwierig war und es keine Steuerregelungen gab. Wir sind und bleiben Partner der Tafel, wenn diese Mitte November wieder ihre große Lebensmittelsammlung in vielen Geschäften durchführt. Selbstverständlich auch bei Despar.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71845302_quote" /><BR /><BR /><b>Trotzdem setzt Aspiag in ganz Nordostitalien die Abgabe von überschüssigen Lebensmitteln an die Tafel/Banco Alimentare vom 3. November bis Jahresende aus. Warum?</b><BR />Hillebrand: Es handelt sich um ein auf einige Wochen begrenztes Projekt. In dieser Zeit wird ausgelotet, wie es beim Kunden ankommt, wenn nahe dem Verfall stehende Lebensmittel z.B. ab 16 Uhr sehr kostengünstig verkauft werden. Dies ist keine Maßnahme gegen die Landestafel, sondern ein Projekt, um das Unternehmen zu verbessern. Unser Kerngeschäft ist es, unsere Waren zu verkaufen. Je besser wir wirtschaften, desto besser ist auch unsere Gesamtbilanz gegenüber den Kunden.<BR /><BR /><embed id="dtext86-71845303_quote" /><BR /><BR /><b>Die große Frage ist, was mit den Lieferungen an die Landestafel passiert, wenn der Test erfolgreich ist und man die meisten Lebensmittel im Verkaufwege an den Mann bringt?</b><BR /> Hillebrand: Es ist noch zu früh, darüber zu diskutieren. Erst müssen wir schauen, ob und wie das Projekt funktioniert, dann wird die Firma entscheiden, wie es mit Landestafel/Banco Alimentare weitergeht. Vor einigen Jahren hatten wir bereits ein ähnliches Projekt getestet, damals beschränkt auf einige Niederlassungen. Es kam beim Kunden nicht an und ist in der Folge irgendwie versandet. Jetzt aber haben wir neue Studien und testen erneut.<BR /><BR /><b>Moralische Bedenken ...</b><BR />Hillebrand: Gibt es keine. Wir steuern seit Jahren gegen Lebensmittelverschwendung an. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist die Spende überschüssiger Lebensmittel an die verschiedenen Tafeln und karitativen Organisationen. Eine andere ist der stark vergünstigte Verkauf von Lebensmitteln, die dem Verfallsdatum nahe sind, an unsere Kunden. Vom ethischen Standpunkt sehe ich da keine Probleme. Sehr viele Mitbewerber sind schon lange auf diesem Weg.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/aspiag-setzt-lebensmittelspenden-aus-grosse-sorgen-bei-der-landestafel" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr zur Aussetzung der Lebensmittelspenden durch Aspiag.</a>