Dienstag, 26. Juni 2018

Herr und Frau Südtiroler werden immer älter

Männer 81,1 Jahre und Frauen 85,9 Jahre: Das ist die Lebenserwartung der Südtiroler. Sie ist weiter angestiegen – und beide Geschlechter liegen ober dem gesamtstaatlichen Durchschnitt. Das Landesstatistikamt Astat stellt seine Statistiken zur Lebenserwartung der Südtiroler vor.

Herr und Frau Südtiroler werden immer älter.
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Herr und Frau Südtiroler werden immer älter. - Foto: © shutterstock

Es sind einige Faktoren die zur ansteigenden Lebenserwartung der Südtiroler beigetragen haben; Rückläufige Säuglingssterblichkeit, ein gestiegener und gesünderer Lebensstandard, bessere Bildung, sowie Fortschritte im Gesundheitswesen und der Medizin.

Dennoch ist diese ständig wachsende Zunahme in den vergangenen Jahren etwas abgeschwächt.  In der Region Trentino-Südtirol betrug der Zuwachs der Lebenserwartung zwischen 1976 und 2016 mehr als 10 Jahre (erst ab dem Jahr 1992 liegen die Berechnungen getrennt für die beiden Autonomen Provinzen Bozen und Trient vor), wo der schwächer werdende Zuwachs sichtbar wird.

Geringer werdende Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Die einst beträchtlichen geschlechtsspezifischen Unterschiede verringern sich langsam: Im Jahr 1976 betrug die Differenz noch 8,1 Jahre, im Jahr 2016 nur mehr 4,9 Jahre. Dies ist vor allem auf die verhältnismäßig stärker gestiegene Lebenserwartung der Männer zurückzuführen. In Südtirol kann ein im Jahr 2016 geborener Junge mit einer Lebenserwartung von 81,1 Jahren rechnen, ein neugeborenes Mädchen mit 85,9 Jahren.

Die Lebenserwartung beider Geschlechter liegt damit über dem gesamtstaatlichen Wert, der sich 2016 auf 80,6 Jahre für die Männer und auf 85 Jahre für die Frauen beläuft.

Die Unterschiede zwischen den Regionen innerhalb Italiens sind beachtlich: Die höchste Lebenserwartung weist Trient auf, die geringste Kampanien. Im österreichischen Bundesland Tirol beträgt die Lebenserwartung 84,5 bei den Frauen und 80,2 bei den Männern und ist somit die niedrigste in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Die Lebenserwartung spielt eine zentrale Rolle in Bezug auf das Rentensystem: Die italienweite Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren dient nämlich als Grundlage für die Anpassung des Mindestalters, welches für den Antritt der Altersrente vorgesehen ist.

Spitzenwerte innerhalb der EU

Vergleicht man die gesamtstaatlichen Werte mit jenen der anderen EU-Staaten, so findet sich Italien bei beiden Geschlechtern auf den vordersten Plätzen der Rangordnung wieder: Die Lebenserwartung der italienischen Männer ist die höchste in der EU, jene der Italienerinnen die dritthöchste nach jenen der Spanierinnen und Französinnen.

Voraussetzung für einen längeren Verbleib im Arbeitsleben ist eine gute gesundheitliche Verfassung. Mit dem Indikator „Gesunde Lebensjahre“ (Healthy Life Years, HLY, auch behinderungsfreie Lebenserwartung genannt) wird die Zahl der Jahre gemessen, die einer Person zum Zeitpunkt der Geburt voraussichtlich ohne Beeinträchtigungen durch Krankheit oder Behinderung bevorstehen.

Chronische Erkrankungen, Gebrechlichkeit, psychische Störungen und körperliche Beeinträchtigungen sind im höheren Alter stärker verbreitet und mindern die Lebensqualität und finanzielle Lage der Betroffenen.

stol

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