Freitag, 28. Juni 2019

Herz-Jesu: „Hitzewelle erhöht Waldbrandgefahr“

Am Sonntag werden im ganzen Land die Herz-Jesu-Feuer entzündet. Wie es in diesem Jahr mit der Waldbrandgefahr aussieht und welche Vorkehrungen für den Notfall getroffen werden, erklärt Dr. Günther Unterthiner, stellvertretender Amtsdirektor für Forstwirtschaft im Gespräch mit STOL.

Am Sonntag werden im ganzen Land wieder die Herz-Jesu-Feuer entzündet. - Foto: STOL
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Am Sonntag werden im ganzen Land wieder die Herz-Jesu-Feuer entzündet. - Foto: STOL

Auch wenn die Waldbrandgefahr bis vor kurzem durch die heftigen Niederschläge kaum gegeben war, hat sich die Situation in den letzten Tagen verschärft. „Die extreme Hitze und vor allem der herrschende Südwind hat kurzfristig für eine Austrocknung gesorgt“, so Unterthiner. „Wir wollen auf keinen Fall Panik schüren, aber dieser Tage steigt das Risiko von Waldbränden erheblich.“

Günther Unterthiner, stellvertretender Amtsdirektor für Forstwirtschaft. - Foto: D

Es wird zu großer Vorsicht im Umgang mit offenen Flammen in Waldnähe aufgerufen. Das Landesforstgesetz verbietet es ausnahmslos, im Wald und in einem Umfeld von 20 Metern, Feuer anzuzünden oder brennende Zigaretten oder Zündhölzer wegzuwerfen. Zum Schutz von Wald und Umwelt ruft der Landesforstdienst die Bevölkerung zur rigorosen Beachtung dieses Verbotes auf. Besondere Vorsicht ist anlässlich der Herz-Jesu-Feuer geboten.

Forstbehörde und Feuerwehr in Bereitschaft

Zu Herz Jesu sind die Mitarbeiter der Forstbehörde im Aufsichtsdienst und auch ihre wichtigsten Partner, die Freiwilligen Feuerwehren des Landes, in ständiger Bereitschaft. Im Notfall kann die Schleife so umgehend gestartet werden. Bei vielen Feuern sind die Wehrmänner direkt vor Ort. Somit ist im Ernstfall ein schnelles Eingreifen garantiert. 

Genehmigungen für Feuer im Wald

Die Herz Jesu Feuer, die in waldigem Gebiet entzündet werden, müssen im Vorfeld allesamt bei der jeweiligen Forststation gemeldet und genehmigt werden. Dafür braucht es auch das OK des Kommandanten der zuständigen Freiwilligen Feuerwehr.

Die meisten Feuer werden allerdings auf exponierten Bergspitzen oder Wiesen entzündet. „Dort ist die Gefahr eines Brandes relativ gering“, so Unterthiner. „Dennoch ist es immer wichtig, sich der Situation entsprechend zu verhalten und eine gewisse Vorsicht walten zu lassen.“

Bei Brand 112 wählen

Sollte sich ein Busch- oder Waldbrand entfachen, muss unverzüglich die Feuerwehr über die einheitliche Notrufnummer 112 gerufen werden. Weitere Informationen über das Anzünden von Feuer im Wald sowie das Verhalten im Falle eines Waldbrandes finden sich auf der Homepage der Landesabteilung Forstwirtschaft und der Agentur für Bevölkerungsschutz

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stol

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