So weit die These, zu der die Staatsanwaltschaft derzeit ermittelt, wie die Tageszeitung „Il Mattino“ aus Neapel berichtet. <BR /><BR />Der tragische Vorfall beschäftigt ganz Italien. Nun hat sich auch Gesundheitsminister Orazio Schillaci zu Wort gemeldet und eine rasche Aufklärung des Falls versprochen. <BR /><BR />Wie berichtet, hat das Gesundheitsministerium angekündigt, Inspektoren in das Krankenhaus von Neapel sowie in das Bozner Spital schicken zu wollen – dies ist nun eingetreten. Die Inspektoren sollen jeden einzelnen Schritt von der Entnahme des Organs bis hin zu dessen Transplantation überprüfen. <h3> Transportbox bereits beschlagnahmt</h3>In diesem Zusammenhang haben die Ermittler nun den Behälter beschlagnahmt, in dem das Organ transportiert wurde. Wie „Il Mattino“ schreibt, wird nicht ausgeschlossen, dass die Transportbox erst nach der Entnahme des Organs beschafft wurde. Zudem wolle man überprüfen, woher das Eis stammt, das zur Konservierung des Herzens verwendet wurde. <BR /><BR />Es soll Trockeneis zum Einsatz gekommen sein. Dies würde bedeuten, das Spenderherz wäre bei etwa minus 75 Grad Celsius aufbewahrt worden. Extreme Temperaturen, die das Organ womöglich zu stark gekühlt und beschädigt haben – so weit der Verdacht. <BR /><BR />Die Staatsanwaltschaft in Neapel hat die Namen von sechs Personen ins Ermittlungsregister eingetragen. Ihnen wird fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Wie berichtet, sollen sie dem Buben aus Neapel das Herz transplantiert haben, obwohl dieses beschädigt gewesen sei. Der Zweijährige wird seit knapp zwei Monaten künstlich am Leben gehalten.