In den vergangenen Wochen nahm die Ausbreitung rasant zu: Anfang August waren erst 241 Fälle in sieben europäischen Ländern registriert – mittlerweile sind 15 Länder betroffen, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mitteilte.<BR /><BR />Die meisten Fälle zählen Italien (516), Griechenland (284, davon 11 mit unbekanntem Ursprung der Infektion) und Spanien (88). In Deutschland sind zwei Fälle bekannt (Stand: 3. September). Auch Österreich, Frankreich und die Niederlande verzeichnen Fälle.<BR /><BR />Insgesamt seien damit 144 Gebiete in Europa betroffen, hieß es weiter. 62 dieser Gebiete liegen in Italien. Die Behörde betonte jedoch, es handle sich nicht um eine umfassende Darstellung des Übertragungsgeschehens.<BR /><BR />Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln laut Robert Koch-Institut (RKI) eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung. Nur etwa jede 100. infizierte Person erkranke schwer. Das Virus werde hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Die Mücken könnten aber auch Menschen infizieren. Das West-Nil-Fieber heile in der Regel komplikationslos aus, nur bei schwer erkrankten Patienten seien Spätfolgen relativ häufig.