Für Staatspolizei, Carabinieri und Stadtpolizei ist der heutige Tag ein Härtetest. Der Fokus liegt vor allem auf der umstrittenen Demonstration des Komitees „Remigrazione e Riconquista“ im Umfeld der rechtsextremen Bewegung CasaPound. Zur Kundgebung, die um 15 Uhr auf dem Siegesplatz startet, werden laut den Organisatoren bis zu 500 Unterstützer erwartet – möglicherweise auch aus anderen Regionen. <BR /><BR />An einer Demonstration des Komitees zum selben Thema in Piacenza am 24. Jänner dieses Jahres nahmen laut der lokalen Quästur 1.200 Menschen teil. Der genaue Verlauf der Kundgebung vom Siegesplatz in Richtung Altstadt wurde aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben – weder von den beiden Organisatoren noch von der Quästur. <h3> Kundgebungen strikt getrennt – auch zeitlich</h3>Fest steht, dass die Quästur die beiden Veranstaltungen zeitlich und vor allem räumlich strikt trennt, um zu verhindern, dass die Teilnehmer der beiden Kundgebungen aufeinandertreffen und es zu Zusammenstößen oder gar Ausschreitungen kommt. Die Gegenveranstaltung, zu der sich laut den Organisatoren von „Bozen Solidale“ ca. 50 Organisationen, Vereinigungen und Parteien angemeldet haben, wird um 15.30 Uhr in der Bahnhofsallee im Berloffapark starten. Auch hier ist der Verlauf aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben worden. <BR /><BR />Rund um den Bahnhof und den Siegesplatz kommt es zu Straßensperren. Problematisch sind die beiden Demonstrationen für die Sicherheitskräfte auch wegen des Spiels des FC Südtirol im Drususstadion gegen Serie-B-Tabellenführer Venezia, das zeitgleich stattfindet und zusätzlich Polizeikräfte bindet. Anpfiff ist um 15 Uhr, die Trieststraße und die Trientner Straße sind ab 14 Uhr für den Verkehr gesperrt. <BR /><BR />Der FC Venezia wird bei Auswärtsspielen in der Regel von einigen Hundert Fans begleitet – allerdings nicht in der Größenordnung großer Traditionsvereine der Serie B. Einige Ultras-Gruppen des Vereins waren in den letzten zwölf Monaten in gewalttätige Vorfälle außerhalb der Stadien verwickelt, weshalb die Sicherheitskräfte alarmiert sind. <BR /><BR />Anreisen werden die meisten „tifosi“ wohl mit Bussen, da seit gestern, 21 Uhr, und bis heute, ein 24-stündiger Streik des Personals der Eisenbahnen ausgerufen wurde. Betroffen sind die Züge von Trenitalia, Italo, Trenord und der SAD. Trotz des Streiks sind bestimmte Verbindungen garantiert, darunter die Bahnlinie Brenner–Verona. Im Fernverkehr veröffentlichen Trenitalia und Italo jeweils eigene Listen mit garantierten Zügen.