Donnerstag, 30. November 2017

Heute endet der kühlste Herbst seit 7 Jahren

Am heutigen Donnerstag endet der meteorologische Herbst 2017. Er geht als kühlster Herbst seit dem Jahr 2010 in die Wettergeschichte ein.

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„Dazu beitragen haben besonders der kühle September und die aktuelle Kältewelle“, erklärt Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Die eitlen Sonnenstunden im Oktober fielen nicht sehr ins Gewicht. Der wärmste Herbsttag war der 7. September mit 27,9 Grad Celsius in Gargazon. Die tiefste Temperatur wurde am 27. November mit minus 10,9 Grad Celsius in Toblach gemessen.

„In Zeiten der fortschreitenden Klimaerwärmung ist der kühle Herbst mal eine kurzfristig positive Entwicklung, zumindest hier in Mitteleuropa. Weltweit war auch der Herbst hingegen wieder zu warm“, so Peterlin. 

Kommt ein strenger Winter?

Sind das nun also Anzeichen für einen strengen Winter? „Nein! Nur, weil der November den ersten Schnee gebracht hat, heißt das noch lange nicht dass auch der Winter schneereich wird. Das Wetter hat kein Gedächtnis und kann sich jederzeit ändern.“

Die Wahrscheinlichkeit eines zu milden Winters sei laut dem Wetterexperten insgesamt höher als für einen zu kalten, schlussendlich wissen oder verlässlich vorhersagen könne man das aber nicht, weder durch Naturbeobachtungen noch durch die Wissenschaft.

Es bleibt kalt

„In den nächsten Tagen, das ist treffsicher, bleibt es jedenfalls kalt“, schließt Peterlin. Und damit behält er Recht: In der Nacht auf Donnerstag hat es vereinzelt in Südtirol weitergeschneit, in vielen Orten ist der Schnee von Mittwoch liegen geblieben.

Auch die Feuerwehren des Landes waren in Habacht-Stellung. So musste die Feuerwehr von Moos-Sexten in der Nacht ausrücken, um ein Fahrzeug zu bergen, das auf der schneebedeckten Straße steckengeblieben war.

stol/liz

stol