Der "Tag des gleichen Lohns" bezeichnet symbolisch oder rechnerisch jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen.Heuer sind es fünf Tage mehr, denn 2011 ist der "Equal Pay Day" am 15. April begangen worden.Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern liegt in Südtirol bei 17 Prozent und entspricht damit dem europäischen Durchschnitt.Um auf diese Ungleichheit hinzuweisen, die Debatte über Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen zu beleben, das Bewusstsein für die Tragweite des Problems zu schärfen und dagegen anzukämpfen, veranstalten der Landesbeirat für Chancengleichheit und das Frauenbüro des Landes den Aktionstag "Equal Pay Day"."Es handelt sich dabei um eine europaweite Initiative, die wir 2010 erstmals nach Südtirol geholt haben und heuer bereits zum dritten Mal durchführen", so die Präsidentin des Landesbeirates für Chancengleichheit, Ulrike Oberhammer, bei der Vorstellung des Aktionstages am Dienstag im Bozner Palais Widmann."Dabei sind wir 2010 mit einem einzigen Info-Stand in Bozen gestartet. Am Freitag werden landesweit über 26 Stände aufgebaut, an denen Informationen erteilt und Informationsmaterial verteilt werden. Über 35 Organisationen unterstützen in diesem Jahr die Initiative", so Oberhammer.An den 26 Ständen werden zwischen 10 und 13 Uhr zum einen die roten Baumwolltaschen verteilt, die als Symbol des "Tages der gerechten Entlohnung" gelten, zum anderen statistisches Zahlen- und Datenmaterial sowie erstmals ein Finanzplan, mit dem jedes Paar die persönliche Finanzsituation und Aufgabenaufteilung überprüfen kann.Der Fragebogen soll dazu dienen, Geldangelegenheiten partnerschaftlich anzugehen und die Arbeit in Haushalt und Familie entsprechend aufzuteilen.Der Finanzplan ist auch der jüngsten Ausgabe des Frauen-Informationsblatts "ëres" beigelegt, die pünktlich zum Aktionstag druckfrisch aufliegt. Er ist zudem auf der Bürgernetzseite des Frauenbüros zu finden.Die Idee zum "Equal Pay Day" stammt ursprünglich aus den USA, wo ihn die amerikanischen Business and Professional Women bereits Mitte der Neunziger Jahre etablierten.