Mittwoch, 02. November 2016

Heute ist Allerseelen

Während Allerheiligen von der Freude über die Menschen bei Gott geprägt war, steht tags darauf das Totengedenken im Vordergrund; die Kirche lädt zum Besuch der Gräber und zum Gebet für die Verstorbenen ein. Die militärischen Organisationen gedenken der Gefallenen der Kriege.

Das Totengedenken steht eigentlich am Allerseelen-, nicht am Allerheiligentag im Vordergrund.
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Das Totengedenken steht eigentlich am Allerseelen-, nicht am Allerheiligentag im Vordergrund. - Foto: © shutterstock

Allerheiligen und Allerseelen werden fast immer in einem Atemzug genannt – sie sind aber verschieden. Allerheiligen ist das Fest der Freude über alle Menschen, die ihr Ziel bei Gott erreicht haben – nicht nur als heilig bekannte Menschen. Zu Allerseelen hingegen lädt die Kirche zu Gräberbesuch, Gedenken und Gebet für die Verstorbenen ein.

Der Allerseelentag hat seine Wurzeln in Frankreich. Als „Erfinder“ gilt Odilo, Abt des einflussreichen Klosters Cluny. Odilo legte im Jahr 998 fest, dass am Tag nach Allerheiligen im Kloster aller Verstorbenen gedacht werde.

Weil Allerseelen seit vielen Jahren kein arbeitsfreier Tag mehr ist, halten auch die meisten Südtiroler Pfarreien den traditionellen Umgang am Friedhof mit Segnung der Gräber und Heldengedenken bereits am Allerheiligentag ab.

stol

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