„Wir haben einige Situationen, in denen wir noch keinen Ersatz für ausgefallene Lehrpersonen gefunden haben“, gibt Bildungslandesrat Philipp Achammer zu. <BR /><BR /><BR /><BR />Südtirols Kindergärten und Schulen starten heute mit viele Ungewissheit in den ersten Schultag im neuen Jahr. Fest steht eigentlich nur, dass Südtirols Bildungseinrichtungen, im Gegensatz zu einigen anderen Regionen Italiens, definitiv ihre Tore aufsperren. „Die Regierung hat ein klares Bekenntnis zum Präsenzunterricht abgegeben, und wir starten in jedem Fall“, sagt Bildungslandesrat Philipp Achammer. Er sieht den Fernunterricht „nur als Ultima Ratio und sicher nicht als Vorsichtsmaßnahme“.<BR /><BR />Um das Infektionsgeschehen an den Schulen zumindest einigermaßen unter Kontrolle zu behalten, wird heute wieder mit den freiwilligen Nasenflügeltests gestartet. Rund 80 Prozent der Schüler hatten sich zuletzt daran beteiligt. „Ich hoffe, dass jetzt noch ein paar dazukommen“, so Achammer. <BR /><BR /><b>Testkits wurden gerne genützt?</b><BR /><BR />Zudem haben sowohl er, als auch Dr. Patrick Franzoni, Vize-Leiter der Covid-Einheit, die Rückmeldung, dass die Testkits, die die Schüler während der Weihnachtsferien kostenlos in den Apotheken beziehen konnte, gut genutzt worden sind. Allein gestern wurden 321 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren positiv auf Corona getestet. <BR /><BR />Es kann davon ausgegangen werden, dass die allermeisten von ihnen mittels dieser freiwilligen Nasenflügeltests herausgefischt worden sind. Um zu vermeiden, dass heute gleich ganze Klassen sofort in die kollektive Quarantäne müssen, hatte Achammer gestern alle Kinder zum Test aufgerufen. <BR /><BR /><b>„Noch kein Ersatz“</b><BR /><BR />Ein großes Fragezeichen ist, wer heute an der Tafel stehen wird. „Wie viele Lehrpersonen nach wie vor ungeimpft sind und nun definitiv suspendiert werden müssen, steht erst heute fest“, sagt Achammer. Hinzu kommen noch Ausfälle durch Krankenstände und Quarantäne, die ebenfalls erst heute ersichtlich werden. „Wir haben schon einige Situationen, in denen wir noch keinen Ersatz gefunden haben“, gibt Achammer zu. Aber der Arbeitsmarkt sei einfach wie leer gefegt. „Wir werden aber trotz aller Schwierigkeiten versuchen, den Schulbetrieb so lange und so gut als möglich aufrecht zu erhalten“, sagt er.<BR /><BR />Bereits ab heute gelten auch an Südtirols Bildungseinrichtungen die neuen Quarantäneregelungen, die das Gesundheitsministerium verordnet hat. „Im Großen und Ganzen ändert sich eigentlich wenig“, schickt Bildungslandesrat Achammer voraus. So heißt es etwa in den Kindergärten bei einem positiven Fall für die ganze Gruppe für 10 Tage in Quarantäne. <BR /><BR />In den Grundschulen hingegen ist jetzt vorgesehen, dass im Fall eines positiv getesteten Kindes die gesamte Klasse sofort einen Corona-Test durchführen muss. Dieser muss nach 5 Tagen wiederholt werden. Bei 2 positiv getesteten Schülern muss die gesamte Klasse sofort in den Fernunterricht. „Gut möglich, dass es hier dank Nasenflügeltests noch ein wenig Spielraum gibt“, so Achammer.<BR /><BR />In den Mittel- und Oberschulen gilt ab heute bei den Schülern bei einem Corona-Fall im Klassenzimmer die Selbstüberwachung. Alle Schüler bleiben in Präsenzunterricht, aber für 10 Tage gilt FFP2-Maskenpflicht und Selbsttests. Bei 2 positiven Fällen wird dann zwischen geimpften und ungeimpften Schülern unterschieden. Innerhalb der vergangenen 3 Monate doppelt geimpfte, geboosterte oder genesene Schüler dürfen in Präsenz bleiben. Alle anderen müssen in den Fernunterricht. Ab 3 Fällen müssen alle ohne Ausnahme in den Fernunterricht.<BR />