Mittwoch, 05. Januar 2022

Heute vor einem Jahr: Riesige Steinlawine zerstört Hotel „Eberle“ – Keine Verletzten

Es hätte in einer Tragödie enden können: Am 5. Jänner 2021 führt ein riesiger Felssturz dazu, dass das bekannte Hotel „Eberle“ in Bozen samt Aussichtsterrasse verschüttet wird. Glücklicherweise ist das Hotel geschlossen. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt.

Tausende Kubikmeter Felsen zermalmten das Hotel „Eberle“ am 5. Jänner vor einem Jahr. - Foto: © privat
Das Hotel „Eberle“ in Bozen ist eine Institution – bis zum Nachmittag des 5. Jänner, vor genau einem Jahr: 300 Menschen genießen normalerweise an milden und freundlichen Wintertagen die Terrasse des Hotels am Hang in Obermagdalena. Der Traditionsbetrieb ist an dem Tag nur geschlossen, weil wegen des Coronavirus der Lockdown gilt.

Nur die Betreiberfamilie hält sich daher im Gebäude auf, als der Felssturz niedergeht und den westlichen Hotelflügel sowie die Terrasse trifft. Da sich die Familie im Ostflügel aufhält, gibt es – wie durch ein Wunder – keine Verletzten. Großes Glück hatte Birgit Eisath, Rezeptionistin des Hotel. Durch einen reinen Zufall befand sie sich am Tag des Unglücks nicht an ihrem Schreibtisch im Hotel. Lesen Sie hier mehr dazu.



Es ist kurz nach 15 Uhr an diesem Dienstag, als sich zwischen 2000 und 3000 Kubikmeter Gestein aus der Felswand hinter dem Hotel lösen und auf einer Breite von 20 Metern und von einer Höhe von 25 Metern abgehen.

Ein Großteil des Gebäudekomplexes wird zerstört. Trümmer und Glasscherben fliegen mehrere Hundert Meter weit – bis zu einem nahegelegenen Weinberg.

Der Schock jedoch setzt bald danach ein, denn Heimat und Betrieb sind zerstört. Hinzu kommt die Frage, ob das Hotel, da es in der „roten Zone“ liegt, wieder aufgebaut werden darf. „Es kann“, lautet die Meinung der Experten, jedoch nur nach weitreichenden Sicherungsmaßnahmen. Ein Projekt ist vom Stadtrat genehmigt, finanziert von der Landesverwaltung. Die Eigentümerfamilie muss für die Kosten in ihrem Bereich selbst aufkommen.

Der Juniorchef Stefan Zisser sprach an der Unglückstelle mit STOL-Reporter Ivo Zorzi und erzählte, wo er sich während des Felssturzes befand und ob der Hang schon als gefährlich bekannt war.

Den STOL-Bericht vom Tag des Steinschlags mit Video-Interviews und Bildern des zerstörten Gebäudes finden Sie hier.

stol