Im Norden der Stadt Brixen wird in naher Zukunft neuer Wohnraum geschaffen. In der Zone Zinggen versteigert die Verwaltung Gemeindegrund samt Wohnbaukubatur. Und am ursprünglichen Standort des Seniorenzentrums werden in Bälde Wohnungen realisiert.<BR /><BR />Im Jänner hat der Gemeinderat dem Verkauf zugestimmt, nun hat der Stadtrat die Versteigerung verfügt. Laut Bürgermeister Peter Brunner gibt es in der Zone B8 Zinggen (nördlich der Mariahilf-Kirche zum Eisack hin) mehrere Grundstücksparzellen im Eigentum der Gemeinde: rund 1283 Quadratmeter.<BR /><BR />„Auf der Fläche behängt eine Wohnbaukubatur von 3924 Kubikmetern, die im Zuge des Durchführungsplanes in einem Baulos zusammengeführt wird“, erklärte Brunner. Fläche samt Kubatur wird nun versteigert. „Der Ausrufpreis beträgt 2.432.880 Euro, das sind 620 Euro pro Kubikmeter“, so Brunner. <BR /><BR />Innerhalb 12 Uhr des 26. April können die Angebote beim Bürgerschalter abgegeben werden. Geöffnet werden sie am 29. April. In einer zweiten Phase kann der unterbreitete Preis dann noch einmal verbessert werden. Die Frist für den definitiven Zuschlag ist noch offen.<BR /><BR /><BR /><b>Wohnbauzone direkt am Eisackufer</b><BR /><BR /><BR />Vielleicht schon im Herbst, spätestens 2023 dürfte auf der Wohnbauzone C4 Landwirt III gebaut werden. „Der Stadtrat hat den Entwurf des Durchführungsplans gutgeheißen. In rund 2 Monaten dürfte die definitive Genehmigung folgen, dann kann das Projekt der Baukommission vorgelegt werden“, berichtete Brunner.<BR /><BR />Anstelle der Wohnbauzone war ursprünglich das Seniorenzentrum geplant, das nun auf einer 1,5 Hektar großen Fläche zwischen Krankenhaus und Elisabethsiedlung in Vahrn entstehen wird. Deren Eigentümer (Priesterseminar, Vinzentinum, Klarissenkloster St. Elisabeth) hatten sich bereit erklärt, den Grund im Gegenzug für die Ausweisung und Überlassung einer Wohnbauzone am ursprünglichen Standort abzutreten. <BR /><BR /><BR /><b>Raumordnungsvertrag schreibt konventionierte Wohnungen vor</b><BR /><BR /><BR />Der Brixner Gemeinderat stimmte dem mit Raumordnungsvertrag besiegelten Tausch und der entsprechenden Bauleitplanänderung im Juli 2021 zu. Sie sah die Ausweisung einer 5776 Quadratmeter großen Wohnbauzone mit einer Baudichte von 2,1 Kubikmetern/Quadratmeter vor. Eingetragen wurde auch ein Fußweg, der (bereits bestehende) Spielplatz und eine private Grünfläche. Diese wird mit einem Anrainer getauscht, um die Zufahrt dort zu verbessern.<BR /><BR />„Der Bebauungsvorschlag sieht 5 Baulose, also 5 Gebäude mit 50 bis 60 konventionierten Wohnungen vor“, sagte Brunner, „die Parkflächen werden unterirdisch realisiert. Oberirdisch sind nur Grünflächen und Verbindungswege geplant“. Auch eine Dienstleistungs- oder Detailhandels-Struktur sei möglich.<BR /><BR />Mit Verweis auf die Kritik der zu dichten Verbauung im Gemeinderat betonte Brunner, dass die Bauherren für die Zone einen Planungswettbewerb mit dem Architekturbüro Kerschbaumer, Pichler & Partner als Sieger durchgeführt haben. Es sei versucht worden, die Gebäude so zu drehen, um den Lichteinfall für die bestehenden Häuser zu verbessern.