Drogenhandel, Gewalt und Kriminalität sollen nicht länger geduldet werden. Trotzdem ist der Anblick der Soldaten für manchen Bürger ungewohnt, wenn nicht sogar etwas erschreckend. Die Politik begrüßt die Maßnahme trotzdem. <BR /><BR /><?O_Tiefgestellt><?_O_Tiefgestellt>17 Männer und Frauen des Militärs patrouillieren derzeit in der Landeshauptstadt und sollen vor allem eines: Gewalttaten vorbeugen. Ende Februar wurde die neue Maßnahme (Projekt „strade sicure“ – Sichere Straßen) angekündigt, jetzt sind die ersten Soldaten da. „Sie werden sich vor allem im Zentrum, zwischen Bahnhof, Pfarrplatz, Kapuzinerpark und Stadttheater bewegen“, erklärt Giorgio Porroni, der Kabinettschef der Quästur. Je nach Notwendigkeit werden sich die Patrouillen länger oder kürzer an den einzelnen Orten aufhalten und vor allem abschreckend wirken. „Es sind 2 Patrouillen mit je 4 Soldaten unterwegs und zwar jeden Tag, auch am Wochenende“, fährt Porroni fort. Es werden 2 Turnusse abgedeckt, von etwa 13 bis 19 und von 19 bis etwa 1 Uhr. Da der Dienst mit der Stadt Meran geteilt werden muss, sind die Soldaten nun erst einmal für 2 Wochen in der Landeshauptstadt und werden dann nach Meran verlegt. „Bei besonderen Ereignissen kann dieser Ablauf aber auch abgeändert werden“, ergänzt Porroni. <BR /><BR /><BR /><BR />Entgegen langläufiger Meinung sind die Männer sehr wohl Beamte, die für die öffentliche Sicherheit zuständig sind. „Dementsprechend können sie zum Beispiel auch Personen identifizieren“, mach Porroni ein Beispiel. Prinzipiell seien die Soldaten allein unterwegs, jedoch sind sie ständig mit Polizei und Carabinieri vernetzt, um sich bei Bedarf Hilfe und Verstärkung holen zu können. <BR /><BR />Bürgermeister Renzo Caramaschi begrüßt die Maßnahme, denn jede Hilfe sei in Bozen derzeit willkommen „und in Sachen Sicherheit sind die gesetzten Maßnahmen ohnehin nie ausreichend“, kommentiert Caramaschi. Vizebürgermeister Stephan Konder findet die Initiative „Sichere Straßen“ ebenfalls gut und notwendig, angesichts der zahlreichen Vorfälle, die sich tagtäglich in Bozen ereignen. Konder betont jedoch auch, dass es dringend notwendig sei, einen Teil der in Bozen gestrandeten Einwanderer und Flüchtlinge auf andere Gemeinden zu verteilen, um die Hauptstadt zu entlasten. „Es ist Unsinn, wenn jetzt teure Hotelzimmer mit Steuergeld bezahlt werden müssen, nur weil die Flüchtlingsunterkünfte in verschiedenen Gemeinden vom Land geschlossen wurden.“ SVP-Stadträtin Johanna Ramoser betont, dass es wichtig sei, wenn nun endlich etwas passiere. „Vor allem finde ich positiv, dass der neue Quästor, Paolo Sartori, schon zahlreiche Ausweisungen veranlasst hat.“<h3> </h3>