Montag, 11. Januar 2021

Hilfe und Beratung in der neuen Fahrradwerkstatt

Der AGB/CGIL und die Freiwilligen von Spazio 77 haben gemeinsam eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Hier können Fahrradkuriere ihre Drahtesel auf Vordermann bringen.

v.l.: Cristina Masera, Christine Pichler, Luca Da Ros, Luca Gransinig, Marco Vitale und Elena Fabiani.
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v.l.: Cristina Masera, Christine Pichler, Luca Da Ros, Luca Gransinig, Marco Vitale und Elena Fabiani. - Foto: © AGB/CGIL
Der Workshop wurde am Montag in Anwesenheit von freiwilligen Mechanikern und Vertretern des AGB/CGIL eröffnet.

Vorgestellt wurde das Projekt von jenen, die zusammen mit den Gewerkschaftern von Anfang an auch an der Realisierung der Werkstatt beteiligt waren: Es sind dies Universitätsstudenten und Fahrradenthusiasten, die sich jede Woche abwechseln werden, um den Service zu gewährleisten.

„Ziel ist die Unterstützung der Kuriere bei der Wartung ihrer Fahrräder. Unsere Absicht ist es auch, ihnen Informationen über die Sicherheit zu geben, da diese Berufsgruppe den Gefahren im Straßenverkehr besonders ausgesetzt ist, sowie eine echte Ausbildung, um bei der Wartung ihrer eigenen Fahrräder selbständig zu werden“, erklärt Luca Da Ros, Doktorand der Waldökologie, der zusammen mit dem radbegeisterten Luca Gransinig die Fahrradkuriere auf verschiedene Weise unterstützen wird.

Es ist schwierig, die Zahl der Fahrradkurier in Bozen genau zu definieren: „Die Fahrer stellen auch in Südtirol eine Berufsgruppe dar, die zunehmend gefährdet ist. Die großen multinationalen Unternehmen, die an der Lebensmittellieferung beteiligt sind, haben während des Lockdowns ihren Umsatz stark gesteigert, die Beschäftigten werden allerdings weiterhin ausgebeutet“, erklärte Cristina Masera, Generalsekretärin des AGB/CGIL.

Die Generalsekretärin der Fachgewerkschaft für neue atypische Arbeitsverhältnisse NAB/NIDIL, Christine Pichler, hat ihrerseits von den problematischen Faktoren gesprochen, die diese Kategorie charakterisieren: ein prekäres Arbeitsverhältnis, da es sich fast ausschließlich um Selbstständige handelt, die in das Regime der Mehrwertsteuer eingestuft sind, und die Schwierigkeit, die mit dem Verständnis der italienischen oder deutschen Sprache zusammenhängt, da es sich um ausländische Arbeitnehmer handelt, die sich in der schwierigen Verwaltung der Arbeits- und Steuervorschriften zurechtfinden müssen.

Unter den Städten, die am meisten von dem Lieferservice Deliveroo Gebrauch machen, liegt Bozen an 6. Stelle, nach Mailand, Rom, Cagliari, Florenz und Bologna.

Die Werkstatt ist jeden Dienstag von 17.30 bis 20.30 Uhr in der Dalmatienstrasse 77 in Bozen für die Fahrradkuriere geöffnet.

stol

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