Montag, 11. September 2017

Hilferuf von Obdachlosen

Es hat deutlich abgekühlt und die Nächte sind bereits empfindlich kalt. Jedenfalls für diejenigen, die im Freien übernachten müssen – ohne Decken, wie die "Dolomiten" am Montag berichten. Denn die werden Bozens Obdachlosen regelmäßig weggenommen. Indes lässt ein Urteil des Kassationsgerichtshofes aufhorchen: Ein Obdachloser, der vor der Kälte Zuflucht in einem Haus sucht, verübt keine Straftat.

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Foto: © shutterstock

 „Wir haben keine Decken mehr, vor 2 Tagen ist die Polizei gekommen, um 5 Uhr in der Früh. Sie haben mit Steinen Lärm gemacht, unsere Dokumente kontrolliert und uns dann alle Decken weggenommen. Warum? Wir sind doch keine Tiere und wir sind keine Kriminellen? Wir sind Menschen wie ihr.“ 

Der Hilferuf der obdachlosen Flüchtlinge an Bozens Freiwillige am Wochenende reiht sich ein in eine ganze Serie von Berichten, nach denen den Obdachlosen in Bozen ganz bewusst der wenige Schutz vor den kühlen Temperaturen genommen wird.

Dabei hat jeder das Recht, sich vor der Kälte zu schützen – und das nicht nur mit Decken.

Das macht auch ein Urteil des Kassationsgerichtshofes in Rom, die oberste und damit letzte Instanz in der ordentlichen Gerichtsbarkeit, deutlich.

Das hat nämlich jüngst einen Obdachlosen freigesprochen, der vor der Kälte in ein Privathaus geflüchtet war.  

"D"/ih

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts.

stol