Samstag, 08. August 2015

Hinteres Stubaital von der Außenwelt abgeschnitten

Nach einem schweren Unwetter ist das hintere Stubaital in Nordtirol seit Freitagabend von der Außenwelt abgeschnitten. Eine bis zu sieben Meter hoch verlegte Straße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Eine Schwangere wurde per Hubschrauber in Sicherheit gebracht.

Der hintere Teil des Stubaitales (links im Bild) ist nach einem Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten. (Foto: Screenshot Google Maps)
Der hintere Teil des Stubaitales (links im Bild) ist nach einem Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten. (Foto: Screenshot Google Maps)

Lokaler Starkregen und Hagelschauer führten in den Ortsteilen Krößbach, Gasteig und Volderau zu massiven Hangrutschungen und anderen Behinderungen.

Die Ranalter Straße (L232) wurde bis auf weiteres gesperrt, nachdem mehrere Muren sie bis zu sieben Meter hoch verschüttet hatten.

Der Landesgeologe erklärte das Gebiet nach einem Erkundungsflug mit dem Hubschrauber „Libelle“ des Innenministeriums noch am Freitagabend durch mögliche weitere Hangrutschungen als gefährdet. Eine schwangere Frau sowie drei Urlauber waren bereits am Freitagabend mit der „Libelle“ in Sicherheit gebracht worden.

Am Samstagmorgen wurden neuerlich mehrere Personen mit dem Hubschrauber aus dem Gefahrengebiet ausgeflogen. Außerdem wurden erste Räumungsarbeiten gestartet. Die Sachschäden konnten vorerst nicht abgeschätzt werden.

Ab Gasteig ist die Stromversorgung sowie die Frischwasserversorgung nicht mehr gewährleistet, so die Polizei. Vorübergehend war auch die Stubaitalstraße B183 unpassierbar. In Kampl war der sogenannte Höhlebach über die Ufer getreten und hatte die Bundesstraße überflutet. Personen kamen nicht zu Schaden.

apa

stol