Laut Rekonstruktion der Carabinieri wurde der 14-Jährige unter einem Vorwand in das Badezimmer gerufen. Dort erwartete ihn der 17-Jährige mit einem Butterflymesser. Zeugen berichten, dass der Angreifer die Waffe zunächst bedrohlich kreisen ließ und eine Attacke mimte, bevor er schließlich zustach. <BR /><BR />Das Opfer erlitt eine Fleischwunde am Bein und wurde in das Cardarelli-Krankenhaus eingeliefert. Auch wenn die Verletzung nicht lebensgefährlich ist, wiegt der psychische Schock schwer: Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Junge bereits zuvor Opfer von Mobbing durch dieselbe Gruppe wurde.<h3> Komplize versteckte die blutige Waffe</h3>Während der 17-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa nach der Tat die Flucht ergriff, übernahm ein 15-jähriger Freund die Rolle des „Saubermachers“. Er versteckte das blutverschmierte Messer in einem Abflussrohr, abgedeckt durch eine Holzleiste. Die Carabinieri konnten die Tatwaffe dennoch sicherstellen.<BR /><BR /> Bei einer Hausdurchsuchung beim Hauptverdächtigen fanden die Beamten zudem ein weiteres Springmesser in seinem Nachttisch – versteckt unter der Unterwäsche.<h3> Politische Bestürzung: Ruf nach Metalldetektoren</h3>Angesichts der eskalierenden Gewalt suchen Politik und Institutionen nach Antworten. Neapels Präfekt Michele di Bari zeigte sich erschüttert: „Was hier geschehen ist, macht fassungslos – wegen der Grausamkeit und der instinktiven Gewalt.“<BR /><BR />Auch der Abgeordnete Francesco Borrelli (Avs) findet deutliche Worte: „Wir haben es mit einem Vorfall von beispielloser Schwere zu tun. Er bestätigt, wie tief die 'Kultur des Messers' bereits bei den Jüngsten verwurzelt ist.“ Es handele sich nicht um eine spontane Rüge, sondern um einen Hinterhalt mit krimineller Dynamik.<BR /><BR />Als Reaktion forderte der regionale Vize-Koordinator der Lega, Severino Nappi, drastische Sicherheitsmaßnahmen: „Angesichts dieser Gewalt müssen wir entschlossen handeln. Schulen in gefährdeten Gebieten müssen mobile Metalldetektoren einsetzen, um Schüler und Personal wirksam zu schützen.“<BR /><BR />Wie angespannt die Lage an Italiens Schulen ist, zeigt auch ein Vorfall in Crotone: Dort feuerten vier Jugendliche aus einem Auto heraus 22 Schüsse in die Luft – direkt vor einem Schulgebäude. Die Polizei konnte die Gruppe stoppen; es stellte sich heraus, dass sie mit Schreckschusswaffen gefeuert hatten.