Grund dafür sind dringend notwendige Sicherungs- und Modernisierungsarbeiten an der Bahnstrecke. Dafür sollen die Zeiträume genutzt werden, in denen die Strecke wegen des Baus der Riggertalschleife ohnehin eine Zeitlang gesperrt sein wird. <BR /><BR />Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider war dieser Tage in Rom, um mit den Zuständigen des Schienenbetreibers RFI vor allem über die Pusterer Bahnlinie zu sprechen. Die Schneefälle Ende Februar, die eine vorübergehende Sperre der Linie zur Folge hatten, haben gezeigt, wie anfällig die Bahntrasse für Schadereignisse ist. „Man muss bedenken, dass die Pusterer Bahn vor mehr als 100 Jahren gebaut wurde, in einer Zeit, in der es noch keine Straßen gab und die Bahn vor allem für den Holztransport genutzt wurde“, erklärt Alfreider. <h3> 17 Minuten weniger Fahrzeit</h3>Heute nutzen den Zug unzählige Bahnreisende und Pendler jeden Tag. Für sie ist vor allem eine bessere Zuganbindung an den Brennerkorridor und damit an die Landeshauptstadt wichtig. Dies soll mit dem Bau der Riggertalschleife passieren. Mit der Verbindung ohne Umstieg in Franzensfeste werden „ins Eisacktal und nach Bozen vom Pustertal ausgehend nicht nur 17 Fahrtminuten eingespart, sondern auch der Fahrplan wird insgesamt stabiler. Das wird auch die Pünktlichkeit der Verbindungen erhöhen“, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. <BR /><BR />Allerdings müsse die Bestandsstrecke im Pustertal auch technischen und sicherheitsrelevanten Verbesserungen unterzogen werden. So haben etwa die Schneefälle, Steinschlaggefahr, der Borkenkäferbefall des Schutzwaldes an der Bahnstrecke oder die Murenabgänge gezeigt, dass die Resilienz erhöht werden muss.<BR /><BR />Deshalb wird mit RFI an einem Bauprogramm gearbeitet, um die Sicherheit nachhaltig zu erhöhen, das Zugleitsystem ETCS einzubauen und die Oberleitungen auszutauschen. Außerdem soll am Bahnhof Vintl die Kreuzungsstelle wiederhergestellt werden. Über RFI versuche man auch, Geldmittel aus dem Olympiafonds dafür loszueisen. „Das wäre für uns eine große Chance, um die Bahnlinie fit für die Zukunft zu machen“, betont Alfreider.<h3> Schienenersatzverkehr für ein Jahr</h3>Da die Bahnlinie im Zuge der Bauarbeiten an der Riggertalschleife ohnehin eine Zeitlang gesperrt werden müsse, wolle man diese Sperre auch dazu verwenden, die geplanten Arbeiten auf der Strecke von Bruneck bis Franzensfeste durchzuführen, sagt der Landesrat. Im Klartext: Ab dem Winter des heurigen Jahres wird die Bahnlinie im unteren Pustertal gesperrt werden – vermutlich für ein ganzes Jahr.<BR /><BR />Während der Zeit der Sperre wird ein Busersatzdienst eingerichtet. Diesbezüglich ist derzeit ein erster Austausch mit verschiedenen Behörden, Bildungseinrichtungen, Tourismustreibenden, Interessensverbänden im Gange. „Wir wollen aber auch die Bevölkerung selbst in diesen Prozess einbinden, die Meinung der Fahrgäste einholen und auf dieser Grundlage einen bestmöglich geplanten Ersatzdienst mit Bussen anbieten“, so der Mobilitätslandesrat. Die Details werden in den nächsten Monaten mit RFI und den Bauverantwortlichen der Riggertalschleife ausgearbeitet und anschließend kommuniziert.