Die Festnahme des Verdächtigen ist im Bundesland Salzburg erfolgt. Das erklärte die Landespolizeidirektion Burgenland am Sonntag gegenüber der APA. <BR /><BR />Die Befragungen des 39-Jährigen liefen indes weiter. Im Laufe des Tages soll er in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt werden. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt stellte auch bereits einen Antrag auf Untersuchungshaft.<h3> 15 Mikrogramm Rattengift</h3>Im Zusammenhang mit der vergifteten Babynahrung führte das Landeskriminalamt Burgenland unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt seit zwei Wochen Ermittlungen. Ein Glas, das in einem Spar-Markt in Eisenstadt gekauft worden war, hatte 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Noch muss geklärt werden, welche Folgen ein Verzehr für ein Baby gehabt hätte.<BR /><BR />Von diesem Ergebnis hängt auch ab, was dem Mann schließlich vorgeworfen wird. Aktuell wird in Österreich gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls mit Rattengift manipuliert worden sein soll, ist bisher nicht aufgetaucht.<h3> Fünf manipulierte Babynahrungsgläser</h3>In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers. Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf 18. April öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel“ 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.