Als Antwort auf Medienberichte, die letzthin in Deutschland und Österreich für Aufruhr gesorgt hatten, hat das Amt für Kommunikation und Bürgeranliegen am Mittwoch zu einer Pressekonferenz im Krankenhaus Bozen eingeladen.Den medialen Berichten zufolge solle es immer wieder vorkommen, dass Patienten fälschlicherweise für hirntot erklärt würden, oft auch im Zusammenhang mit Organspenden.„Es ist leider so, dass Menschen den Informationen aus den Medien immer noch mehr vertrauen, als den zuständigen Fachleuten“, bedauerte Dr. Rudolf Schönhuber, Primar der Neurologie in Bozen auf der Pressekonferenz.Den Fachärzten zufolge unterliege die Diagnose eines Hirntodes strengen technischen sowie formalen Richtlinien. Die Sicherheit der Bevölkerung könne damit garantiert werden, da eine Fehldiagnose nicht möglich sei, so Dr. Peter Zanon, geschäftsleitender Primar der Anästhesie und Intensivmedizin in Bozen.Entscheidung OrganspendeNachdem ein Hirntod festgestellt worden ist, besteht in vielen Fällen die Möglichkeit der Organspende. Spricht der Patient sich nicht zu Lebzeiten für oder gegen eine Organspende aus, bleibt die Entscheidung den Angehörigen überlassen.Da diese aber in der Zeit der Trauer häufig überfordert sind, raten die Ärzte zu einer präventiven Konfrontation des Themas innerhalb der Familie.cmp