„Glücklicherweise handelt es sich in den meisten Fällen nur um leichte Symptome, die einfach zu behandeln sind“, sagt Dr. Daniel Hölbling Patscheider, Notfall- und Intensivmediziner am Krankenhaus Bozen.<BR /><BR />Der „Ansa“-Bericht bezieht sich auf Zahlen in den Spitälern von Bozen, Meran und Brixen, die im Schnitt um zehn Prozent gestiegen sind – nicht zuletzt wegen der Hitze. Die Lage in den Notaufnahmen ist jedoch unter Kontrolle, wie Dr. Hölbling Patscheider sagt: „Es ist nichts Außergewöhnliches, dass sowohl bei extremer Hitze als auch bei Kälte die Patientenzahlen in den Notaufnahmen zunehmen.“ <BR /><BR />Viele suchen die Notaufnahme in den Spitälern auf, weil sie einen Hitzekollaps erlitten haben. Symptome können starke Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit sein. „Gründe dafür sind etwa, dass sich Personen zu sehr angestrengt oder zu wenig getrunken haben“, so Dr. Hölbling Patscheider. Nach kurzer stationärer Behandlung können die Patienten dann aber wieder entlassen werden. Nur die wenigsten Fälle betreffen schwere Symptome, die etwa durch einen Hitzschlag entstehen.<h3> Auch Einsatzzahlen gestiegen</h3>Der Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen spiegelt sich auch in den Einsatzzahlen wider, weiß Dr. Hölbling Patscheider. Dieser Tage klingelt das Telefon in der Landesnotrufzentrale häufiger, Rettungswagen von Weißem und Rotem Kreuz sowie die Notarzthubschrauber rücken immer wieder wegen hitzebedingter Notfälle aus.<BR /><BR />Ab Mitte der Woche kühlen die Temperaturen im Land wieder ab. Doch vorerst gilt es noch, ein wenig die Zähne zusammenzubeißen und sich an die klassischen Hitzetipps zu halten – also viel trinken, leichte Kost zu sich nehmen und die Mittagssonne meiden.<BR /><BR /> Besonders verweist Dr. Hölbling Patscheider auf sportliche Aktivitäten. „Häufig wird die Hitze unterschätzt. Man überanstrengt sich viel schneller als normal“, sagt er. So etwa in den Bergen, wo die Notarzthubschrauber in den vergangenen Tagen vermehrt ausrücken mussten, weil sich Personen völlig verausgabt haben.