Besonders eindrücklich fällt indessen der Vergleich von Hitzetagen und -nächten mit den 1960er- und 1970er-Jahren aus. <BR /><BR />Manche Zeitgenossen mögen die anhaltende Sommerhitze zwar genießen, doch der Großteil der Menschen sehnt mitten in der vierten und zugleich stärksten Hitzewelle dieses Sommers kühlere Temperaturen herbei. Und diese bahnen sich nach Einschätzung von Dieter Peterlin auch tatsächlich an: „Die vierte Hitzewelle wird uns mit Temperaturen von 35 Grad Celsius und darüber noch mehrere Tage erhalten bleiben, aber für das kommende Wochenende bahnen sich etwas kühlere Luftströmungen an.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1343049_image" /></div> Vorerst gilt es – vor allem im Großraum Bozen, im Unterland und teils im mittleren Etschtal – weiterhin mit Temperaturen knapp unterhalb der 40-Grad-Marke und Tropennächten zurechtzukommen. Die bisherige Höchsttemperatur von 38,9 Grad wurde am vergangenen Donnerstag und Freitag zweimal in Bozen bzw. Auer gemessen. <BR /><BR />Als reichlich ungewöhnlich wertet Dieter Peterlin den Umstand, dass Südtirol heuer bereits vier Hitzewellen (Ende Mai, Juni, Anfang Juli und nun seit Ende Juli) zu verzeichnen hat und die Anzahl der Tage (und Nächte) mit extremen Temperaturen ein bis dato nicht bekanntes Ausmaß angenommen hat. „In den 1960er- und 1970er-Jahren gab es in Bozen jeden Sommer nur maximal einen Tag mit 35 Grad oder darüber, ein solch heißer Sommertag war eine Seltenheit. Mittlerweile hat sich diese Zahl vervielfacht, seit den 2020er-Jahren sind es schon durchschnittlich zehn Tage pro Sommer“, rechnet er vor. Und heuer sei man bereits bei 16 Tagen (Stand gestern) mit über 35 Grad angelangt, wobei im August wohl noch viele weitere Hitzetage anstünden.<BR /><BR />In dieser Woche ist da und dort mit örtlichen Hitzegewittern zu rechnen. Diese können jedoch nicht einen anhaltenden, flächendeckenden Regen kompensieren. Ein solcher wäre laut Peterlin für Vegetation und teils landwirtschaftliche Zwecke wünschenswert. Einen gesonderten Blick verdienen bei solchen Wetterlagen die Gletscher. „Zu den extremen Temperaturen kommt heuer auch die oft nicht mehr vorhandene Schneeschicht dazu – damit schreitet die Gletscherschmelze noch schneller voran“, weiß Peterlin.