Freitag, 04. August 2017

Hitzewelle „Luzifer“ hat Italien fest im Griff

Die Hitzewelle mit drückenden Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius sorgt nach wie vor für große Probleme in Italien. Allein in Rom mussten Rettungskräfte Dutzende Male ausrücken, um vor allem älteren Menschen Hilfe zu leisten.

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Zahlreiche Senioren hätten Kreislaufzusammenbrüche und Ohnmachtsanfälle erlitten, berichteten italienische Medien. Auch in den Notaufnahmen der Mailänder Krankenhäuser wurden etliche Senioren behandelt, die an akutem Flüssigkeitsmangel, Herz- und Kreislaufproblemen oder Atembeschwerden litten.

Schwere Brände toben nach wie vor in mehreren italienischen Regionen. Eine 79-jährige Pensionistin ist am Donnerstag bei einem Brand ums Leben gekommen, der sich auf einem Grundstück nahe ihrer Wohnung in Sant'Omero in der Region Abruzzen entwickelt hatte. Bei den Löschmaßnahmen entdeckte die Feuerwehr die Leiche der Frau. Ein 63-jähriger Mann wurde am Freitag wegen des Verdachts auf Brandstiftung in Rom festgenommen. Er wird beschuldigt, einen Brand im Pinienwald Castel Fusano gelegt zu haben.

Durch die Trockenheit wird die Hitzewelle zusätzlich erschwert. Berghütten im Trentino stellten mehrsprachige Plakate mit dem Appell an die Gäste auf, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Die Berghütte Gonella auf der italienischen Seite des Montblanc auf 3.071 Metern Höhe musste diese Woche wegen Wasserknappheit zusperren. Das Schneefeld, das die Berghütte mit Wasser versorgte, sei wegen der hohen Temperaturen weggeschmolzen, berichteten die Betreiber der Berghütte.

Temperaturen um die 43 Grad wurden am Freitag in mehreren Städten Sardiniens gemessen. In Rom, Bologna und Neapel hatte es bis zu 42 Grad. Die hohe Feuchtigkeit im Norden und aus Afrika kommende heiße Winde im Süden ließen die Temperaturen gefühlt noch höher erscheinen als in Wirklichkeit. Die „Luzifer“ benannte Hitzewelle soll bis Anfang nächster Woche anhalten.

apa

stol