„Als erstes gilt es, den Zustand des Betroffenen abzuklären“, erklärt Lintner. „Symptome können sich in Form von kurzzeitiger Übelkeit, Kopfschmerzen oder einem Schwindelgefühl äußern. Sie können aber auch bis zur Bewusstlosigkeit reichen.“ Sollte die Person <b>noch bei Sinnen</b> sein, ist es angeraten, <b>einen kühlen Ort</b> aufzusuchen. Das kann einerseits ein Platz im Schatten oder im besten Fall ein klimatisierter Raum sein. „Außerdem muss der Betroffene schleunigst <b>Flüssigkeit zu sich nehmen</b>“, so Lintner. Es mag paradox klingen, aber kalte Getränke sind in diesem Fall nicht zu empfehlen. Sie können die Situation noch verschlimmern, indem sie beispielsweise Magenprobleme verursachen.<BR /><BR />Ist der Betroffene <b>bewusstlos</b> und es nicht möglich, einen kühlen Ort aufzusuchen, gilt es, ihm die <b>Kleidung</b> zu <b>öffnen oder auszuziehen</b>. „So kann der Körper einen Teil der Hitze ablassen“, sagt der Ausbildungsleiter des Weißen Kreuzes. Hat man die Möglichkeit, ein <b>Tuch zu befeuchten</b>, legt man dieses auf den <b>Nacken oder die Stirn</b> des Betroffenen.<h3> Wann Rettungskräfte kontaktiert werden sollten</h3>„Ein Hitzschlag ist nicht zu unterschätzen, denn der kann sogar tödlich enden“, warnt Lintner. Wird der Zustand des Betroffenen zunehmend schlechter, sollten auf jeden Fall <b>Rettungskräfte kontaktiert</b> werden. Diese erklären dem Helfer vor Ort, worauf er zu achten hat. 2 deutliche Merkmale für einen Hitzschlag sind die <b>Röte der Haut</b> sowie eine <b>ungewöhnlich hohe Körpertemperatur</b>, die sich beispielsweise durch Schweißausbrüche erkennen lässt.<BR /><BR />„Der Kopf ist der Hitze am meisten ausgesetzt“, betont Lintner. Ihn gelte es besonders zu schützen. Man sollte stets ausreichend trinken. Auch die richtige Ernährung darf nicht zu kurz kommen. „Eine leichte Kost ist sinnvoller als eine schwer verdauliche Mahlzeit“, empfliehlt Lintner. Auch wenn bei Senioren das Durstgefühl häufig weniger ausgeprägt ist, müssen vor allem sie – sie sind den Hitzerisiken besonders ausgesetzt – auf eine ausreichende Flüssigkeitszunahme achten. „Befolgt man diese Ratschläge, kommt man sicher durch einen heißen Sommer“, schließt der Ausbildungsleiter des Weißen Kreuzes.