„Wenn die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, muss man hierzulande nicht besorgt sein, dass die Norovirus-Fälle steigen werden“, erklärt Prof. Dr. Wiedermann. Die Viren würde Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe und Durchfall verursachen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66267034_quote" /><BR /><BR />Ein weiteres Symptom sei Fieber, das in manchen Fällen auch auftreten könne. „Zu den Beschwerden kommt es 12 bis 24 Stunden nach der Ansteckung; sie klingen 48 Stunden nach der Infektion wieder von selbst ab“, erklärt Prof. Dr. Christian Wiedermann. <h3> Hunderte Betroffene am Gardasee</h3>Erst im Frühling waren am Gardasee Hunderte von Betroffenen in Krankenhäuser eingeliefert worden. Die Noroviren waren im Trinkwasser nachgewiesen worden. „Noroviren können von Mensch zu Mensch, aber auch über verunreinigte Lebensmittel, verunreinigtes Wasser oder verunreinigte Oberflächen übertragen werden“, weiß der Experte. In der Regel trete dies regional oder örtlich begrenzt auf.<h3> Hygienedienst überwacht Situation</h3>Um eine Ausbreitung zu vermeiden, wurden auf der Seiser Alm bereits entsprechende Hygienemaßnahmen ergriffen. Das bestätigt der Südtiroler Sanitätsbetrieb.<BR /><BR />In einer Aussendung heißt es, dass „alle Betroffenen informiert und aufgefordert worden sind, verstärkt auf ihre Händehygiene und vorbeugende Maßnahmen zu achten. Es wurde auch Info-Material zur Verfügung gestellt, zusätzlich wurden die Gastgewerbe-Betriebe, in denen die Wandergruppe übernachtet bzw. Halt gemacht hatte, aufgefordert, präventiv Hygienemaßnahmen einzuleiten.“ Die Situation werde vom Hygienedienst weiter überwacht. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66267038_quote" /><BR /><BR />Um eine Übertragung der Viren zu unterbrechen, ist die strikte Einhaltung von Hygieneregeln zu beachten. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt das Händewaschen nach dem Toilettenbesuch. <BR /><BR />„Das betrifft hauptsächlich jene Menschen, die mit Lebensmitteln und Getränken zu tun haben“, sagt Prof. Dr. Wiedermann. Sollte man sich mit Noroviren infiziert haben, sei es aufgrund der Ansteckungsgefahr wichtig, die ersten Tage nach Abklingen der Symptome nicht zur Arbeit zu gehen. Es sollte auch auf eine regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Oberflächen am Arbeitsplatz geachtet werden.<BR /><BR />Den 9 Wanderern geht es inzwischen wieder besser. Sie wurden laut Sanitätsbetrieb bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen.