Sonntag, 03. November 2019

Dramatische Rettungsaktion an Hochferner Nordwand

Am Freitagnachmittag musste die Bergrettung von Sterzing zu einer komplizierten Rettungsaktion ausrücken. Ein Österreicher war in Bergnot geraten.

Der Verletzte Bergsteiger aus Österreich konnte noch vor Einbruch der Dunkelheit versorgt werden.
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Der Verletzte Bergsteiger aus Österreich konnte noch vor Einbruch der Dunkelheit versorgt werden. - Foto: © Bergrettung Sterzing

Am Nachmittag des 1. November wurde die Bergrettung Sterzing zu einem Einsatz in die Hochferner Nordwand gerufen. Was ursprünglich als relativ einfacher Einsatz betrachtet wurde, entpuppte sich später als anspruchsvolle Rettungsaktion.

3 Bergsteiger aus Österreich waren fast am Ziel angekommen, als sich plötzlich ein Schneebrett löste, das einen 32-jährigen Bergsteiger circa 50 Meter mit sich riss. Der junge Mann konnte den Absturz kurz vor einer Gletscherspalte selbst stoppen und zog sich dabei eine Fußverletzung zu.

Mithilfe seiner Kollegen wollte er den Abstieg zunächst selbst versuchen, bis er im untersten Teil der Wand aufgrund der Schmerzen nicht mehr weiter absteigen konnte. Daraufhin wurde ein Notruf abgesetzt.

Mit dem Pelikan 1 wurde ein Bergretter zum Einsatzort geflogen. Aufgrund der immer schlechter werdenden Sichtverhältnisse, musste der Hubschrauber jedoch abdrehen und der Bergretter konnte nicht abgeseilt werden. In der Zwischenzeit war bereits eine Gruppe von Bergrettern zu Fuß auf dem Weg zur Nordwand.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit konnte der Verletzte versorgt werden. Mit einer Gebirgstrage wurde er ins Tal getragen und anschließend in das Krankenhaus von Sterzing gebracht.

Im Einsatz standen insgesamt 14 Bergretter aus Sterzing und der Finanzwache.

jot

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