Sonntag, 13. September 2020

54-Jähriger stürzt am Hochgall rund 150 Meter in den Tod

Zu einem tödlichen Bergunfall ist es am Sonntag kurz nach 13 Uhr im Pustertal gekommen. Beim Abstieg vom Hochgall stürzte ein 54-Jähriger unterhalb des Grauen Nöckls rund 150 Meter ab und verlor dabei sein Leben.

Die Rettungskräfte konnten nur mehr den Leichnam des verunfallten Bergsteigers
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Die Rettungskräfte konnten nur mehr den Leichnam des verunfallten Bergsteigers
Der Mann war Teil einer 3-köpfigen Bergsteigergruppe, die sich auf dem Talweg befand. Auf einer Höhe von 2900 Metern wenig unterhalb des Grauen Nöckls geschah dann das Unglück. Vermutlich aufgrund des brüchigen Gesteins rutschte der 54-Jährige aus und stürzte das steile und felsige Gelände hinab.

Eine sich in der Nähe befindende Bergsteigergruppe, die dem Verunglückten zu Hilfe kommen wollte, aber nicht ausmachen konnte, wo genau er sich befand, alarmierte umgehend die Landesnotrufzentrale. Diese wiederum verständigte die Bergrettung Sand in Taufers und das Team des Aiut Alpin.

Da sich aber der Notarzthubschrauber Pelikan 2 wegen eines anderen Einsatzes zu dem Zeitpunkt an der Talstation Speikboden befand, übernahm dieser. Das Team nahm 2 Bergretter aus Sand in Taufers an Bord und seilte vor Ort einen Bergretter sowie den Notarzt zum Verunglückten ab.

Doch für den 54-jährigen gab es keine Hilfe mehr. Der Leichnam wurde zu Tal geflogen und in die Totenkapelle nach Sand in Taufers gebracht.
Die Bergrettung betreute die Begleitpersonen des tödlich Verunglückten bis zum Eintreffen der Notfallseelsorge. Die Carabinieri ermitteln.

stol/ru