In Österreich hatte sich der Schwerpunkt des Hochwassers im Laufe des Sonntag langsam Richtung Osten Österreichs verlagert.In Teilen Salzburgs aber blieb die Situation sehr angespannt, so etwa in Saalfelden, das zum Teil überflutet wurde.In Taxenbach im Pinzgau (Salzburg) wurde nach einem Murenabgang nach zwei Vermissten gesucht, in St. Johann im Pongau (Salzburg) war nach einem Erdrutsch ein Toter zu beklagen.Die Altstadt von Melk (Niederösterreich) wurde teilweise überflutet, ebenso St. Valentin (Niederösterreich).Die Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung und die Polizei forderten am Abend die Bewohner der Siedlungen im Augebiet der Donau in Klosterneuburg (Niederösterreich) und in der Katastralgemeinde Kritzendorf (Niederösterreich) auf, ihre Objekte zu verlassen und ihre Fahrzeuge zu entfernen.Für Montag wurde ein weiterer Anstieg des Pegels erwartet.Verkehr stark beeinträchtigtDer Fernverkehr an der Westbahnstrecke wurde eingestellt.Aufgrund von Überflutungen würden keine Fernverkehrszüge von Wien-Westbahnhof abfahren, teilten die ÖBB mit. Ausnahme davon seien IC-Züge, die bis maximal Amstetten fahren.Weitere Sperren sind jederzeit möglich.Historische Pegelhöchststände in BayernIn Bayern war die Lage an Donau und Inn besonders kritisch.An den südlichen Donauzuflüssen Paar, Ilm, Abens sowie Kleiner und Großer Vils verschärfte sich die Lage laut Hochwassernachrichtendienst.Mancherorts wurden neue historische Höchstwerte erreicht.In Passau wurden am Vormittag Scheitelstände für den Inn um 9,50 Meter und an der Donau um zwölf Meter erwartet.Passau und andere Städte wie Rosenheim riefen Katastrophenalarm aus. In Kolbermoor bei Rosenheim brach ein Damm.Die bayerische Staatsregierung setzte einen Krisenstab ein, um die Maßnahmen der Regierung vorzubereiten und zu koordinieren. Auch am Main war die Situation angespannt.Weite Teile Deutschlands betroffenIn Sachsen meldeten die Behörden Hochwasser für Elbe, Schwarze und Weiße Elster sowie für die Spree. Die Behörden warnten vor einer Verschärfung der Lage durch weitere Regenfälle.Auch in Baden-Württemberg blieb die Lage angespannt. Hochwasserschwerpunkte waren das Neckargebiet und das Allgäu.In Bayern, Baden-Württemberg sowie in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt kam es zu Störungen im Zugverkehr.Steigende Pegel auch in Frankreich und TschechienAuch in Frankreich sorgten steigende Pegel für Besorgnis. Die Behörden warnten vor Überschwemmungen des elsässischen Rheinufers.Die tschechische Regierung rief für weite Teile Böhmens den Notstand aus und mobilisierte rund tausend Soldaten. Landesweit wurden hunderte Menschen in Sicherheit gebracht.Besonders kritisch war die Lage in der Hauptstadt: Dort wurden mehrere U-Bahnstationen sowie die berühmte Karlsbrücke gesperrt, ein Krankenhaus sowie der Zoo wurden evakuiert.In der tschechischen Stadt Trebenice bei Prag ertranken am Sonntag eine Frau und ein Mann in den reißenden Fluten.In Trutnov 150 Kilometer nordöstlich von Prag wurde laut Polizei die Leiche eines etwa 55-jährigen Mannes im Fluss Upa gefunden.apa/afp