Montag, 09. Juli 2018

Hochwasserschutz-Arbeiten in Sterzing und Pfitsch

Im Wipptal hat die Agentur für Bevölkerungsschutz die Hochwasserschutz-Arbeiten am Eisack zwischen Flainser und Hofer Brücke fortgesetzt. Trotz des intensiven Winters und der tiefen Temperaturen haben die Arbeiter bereits im Jänner am Baulos zu arbeiten begonnen - auch beim hohen Wasserstand während der Schneeschmelze.

Das Flussbett des Eisacks wurde tiefer gelegt, die Ufermauern wurden neu errichtet. - Foto: lpa/Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord
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Das Flussbett des Eisacks wurde tiefer gelegt, die Ufermauern wurden neu errichtet. - Foto: lpa/Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord

Im Bereich Flainser Brücke bis Hofer Brücke wurde der Abflussquerschnitt des Eisacks vergrößert, um ein Hochwasser gefahrlos abführen zu können. Mit diesem Baulos konnte nun der Abschnitt am Eisack mit dem größten Handlungsbedarf fertiggestellt werden, da hier der geringste Querschnitt vorhanden war.

Dafür wurde das Flussbett tiefer gelegt, die alten Ufermauern wurden abgebrochen und neu errichtet, um die geforderte Breite zu erreichen. Eine besondere Herausforderung in diesem Baulos waren laut Projektant und Bauleiter Philipp Walder nicht nur die geringen Abstände zu Privatgebäuden, sondern vor allem der Abbruch der alten Flainser Brücke.

Infrastrukturen neu verlegt und Verkehrskonzept überarbeitet

Dafür mussten die Infrastrukturen neu verlegt und beispielsweise auch das Verkehrskonzept der Busse durch das Amt für Mobilität überarbeitet werden, da diese Verbindung über den Eisack momentan nicht mehr vorhanden ist. Wegen der Lage mitten im Siedlungsbereich wurde auch besonders auf ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild geachtet, das mit einer Steinmauer in Handarbeit sehr gelungen ist.

Neben der Funktion der Hochwassersicherheit wurde auch das Bachbett ökologisch gestaltet, die Flusssohle wurde mit Zyklopensteinen abwechslungsreich gestaltet.

Die Arbeiten belaufen auf rund 800.000 Euro.

stol/lpa

stol