Freitag, 08. Mai 2015

"Höchste Standards beim Pflanzenschutz"

Heiß diskutiert wird derzeit der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Diese seien für die Produktion gesunder und qualitativ einwandfreier Lebensmittel unerlässlich, hieß es bei einer Infoveranstaltung im Bürgersaal Salurn. Um den Einsatz von solchen Mitteln noch sicherer zu machen, wurden neue Richtlinien vorgestellt. In einem waren sich die Bauern einig: Es solle ein konfliktfreies Miteinander geben.

Symbolfoto
Badge Local
Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Die Obst- und Weinbauern wollen beim Pflanzenschutz höchste Standards anwenden und ihn für die Bevölkerung noch sicherer machen. Neben der Einhaltung größerer Abstände kommt in den Obst- und Weingütern verstärkt modernste Gerätetechnik zum Einsatz. So sehen es die neuen Richtlinien des Landes zum Pflanzenschutz vor.          

Rund 40 Obst- und Weinbauern informierten sich kürzlich im Bürgersaal Salurn über die Neuerungen im Bereich Pflanzenschutz. Die Info-Veranstaltung wurde von den bäuerlichen Ortsgruppen Salurn und dem Bezirk Unterland im Beratungsring für Obst- und Weinbau organisiert.

"Sparsam und sicher"

Bauernbund-Ortsobmann Alexander Tonini freute sich über das Interesse der Bauern an den neuen Pflanzenschutz-Richtlinien. Der Obmann unterstrich, dass Pflanzenschutz für die Produktion gesunder und qualitativ einwandfreier Lebensmittel unerlässlich sei.

„Deshalb wollen wir alles tun, um das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln so sparsam und sicher wie möglich zu machen“, betonte Tonini. Dazu gehöre es auch, mit Umsicht zu arbeiten und Abdrift von Pflanzenschutzmitteln auf benachbarte Flächen zu vermeiden. „Die neuen Regeln helfen uns dabei“, erklärte der Ortsobmann.

Abstände und modernste Technik 

Norbert Jageregger, Bezirksobmann im Beratungsring, ging auf die neuen Richtlinien zum Pflanzenschutz ein. Mit der heurigen Anbausaison kommen die Richtlinien erstmals zum Tragen. „Beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln müssen Abstände eingehalten und verstärkt modernste Technik eingesetzt werden“, erläuterte Jageregger.

Somit würden Pflanzenschutzmittel zielgenauer ausgebracht und mögliche Abdrift vermieden. Jageregger wies vor allem auf das Verhalten des Anwenders hin: „Wenn der Bauer mit Umsicht arbeitet, Pflanzenschutzmittel nicht bei Wind ausbringt und die Regeln einhält, dann vermeidet er Konflikte im Vorfeld.“

Alle wollen konfliktfreies Miteinander 

Beratungsring-Bezirksleiter Paul Pernter erläuterte die neuen Abstandsregeln im Detail. Besonders rigorose Abstände gelten neben sogenannten sensiblen Zonen.

Dazu zählen öffentliche Parks und Gärten, Sportplätze, Schulgebäude, Kindergärten samt Grünanlagen sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. „Wer an diese Grundstücke angrenzt, muss beim Ausbringen bestimmter Pflanzenschutzmittel einen Abstand von 30 Metern einhalten“, erklärte Pernter. Der Abstand könne auf zehn Meter verkürzt werden, wenn Bauern ein abdriftarmes Sprühgerät mit Injektordüsen verwenden oder eine drei Meter hohe Hecke vorhanden ist.

„Die Bevölkerung ist beim Pflanzenschutz sensibler geworden, und auch wir Bauern wollen ein konfliktfreies Miteinander“, sagte Ortsobmann Tonini. Er appellierte an die Anwesenden, Fehler zu vermeiden, da ansonsten schnell die Bemühungen aller Bauern in Misskredit gezogen würden. 

stol

stol