Donnerstag, 13. August 2020

Höchste Zahl an Corona-Toten in den USA seit Ende Mai

In den USA sind so viele Menschen an einem Tag mit dem Coronavirus gestorben wie seit Ende Mai nicht mehr. Binnen 24 Stunden gab es etwa 55.900 bekannte Neuinfektionen und rund 1500 Tote, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore am Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging. Auch in anderen Ländern wie Deutschland, Mexiko oder Neuseeland stiegen die Infektionszahlen weiter an.

Eine  Entspannung der Lage in den USA  ist nicht in Sicht.
Eine Entspannung der Lage in den USA ist nicht in Sicht. - Foto: © APA (dpa) / Peter Steffen
Am 27. Mai waren 1522 Corona-Tote gemeldet worden, den Höchststand in absoluten Zahlen gab es Mitte April mit 2666 Todesfällen. In den USA mit ihren 330 Millionen Einwohnern infizierten sich laut Johns Hopkins Universität bisher knapp 5,2 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2, mehr als 166.000 Menschen starben. Experten rechnen allerdings mit einer merklichen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Steigende Infektionszahlen auch in Deutschland und Mexiko

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gab die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 219.964 an - ein Plus von 1445 seit dem Vortag. Die deutsche Seuchenbehörde RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte insgesamt 9211 Todesfälle und damit 4 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 199.500.

Die Zahl der Corona-Fälle in Mexiko näherte sich unterdessen der Marke von einer halben Million. Das Gesundheitsministerium meldete 5858 Neuinfektionen und 737 weitere Tote. Insgesamt sind damit in dem Land bisher 498.380 Erkrankungen und 54.666 Todesfälle bestätigt. Die Dunkelziffer dürfte aber nach Einschätzung der Regierung deutlich höher sein.

Keine Entwarnung in Neuseeland

Nach dem Wiederausbruch der Pandemie auch in Neuseeland sah Premierministerin Jacinda Ardern vorerst keinen Anlass für Entwarnung. „Wir alle haben von unserer ersten Erfahrung mit Covid-19 gelernt, dass ein Cluster, wenn man es erst identifiziert hat, wächst, bevor es abnimmt“, sagte sie am Donnerstag in Wellington. „Wir sollten davon ausgehen, dass dies hier der Fall sein wird.“

Die Dinge würden wohl erst schlimmer bevor sie sich wieder besserten. 13 neue Corona-Fälle wurden bestätigt. Alle stünden in Zusammenhang mit einer Familie aus der Millionenmetropole Auckland, bei der zu Wochenbeginn 4 Mitglieder positiv getestet worden seien, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield, am Donnerstag.

apa