<BR />In der Nacht auf den 25. Juni 2022 hatte der 2024 ebenfalls zu 30 Jahren Verwahrung verurteilte Täter vor einer Schwulenbar im Zentrum von Oslo um sich geschossen, nachdem er kurz zuvor ein Treuebekenntnis zum sogenannten Islamischen Staat (IS) abgegeben hatte. Zwei Männer wurden getötet, mehrere weitere Menschen teils schwer verletzt. Der Geheimdienst hatte die Attacke kurz vor einer geplanten und dann abgesagten Pride-Parade in Oslo als islamistischen Terroranschlag eingestuft.<h3>„Ein Mann, der norwegische Werte hasst“</h3>Die Staatsanwaltschaft wirft dem nun verurteilten 48-Jährigen vor, an der Planung des Anschlags beteiligt gewesen zu sein, indem er den Schützen, einen verletzlichen und leicht beeinflussbaren Mann, manipulierte und ihm Ratschläge gab, berichtet die Nachrichtenagentur NTB. „Er ist ein Mann, der die norwegischen Werte hasst“, sagte Staatsanwältin Aud Kinsarvik Gravås demnach in ihrem Plädoyer im November.<BR /><BR />Der Mann hat die Taten von Anfang an bestritten. 30 Jahre Gefängnis ist die in Norwegen geltende Höchststrafe. Verwahrung bedeutet dabei im Gegensatz zu einer normalen Haftstrafe, dass die Strafdauer alle fünf Jahre verlängert werden kann.