Die Regionalregierung schlägt einen gestaffelte Gehaltsaufbesserung von 3 bis 35 Prozent vor, aber vielen Bürgermeistern stößt das sauer auf. Das entbehre jeder Logik – „und war mit uns nicht abgesprochen“, stellt Vize-Gemeindenverbandschef Dominik Oberstaller klar.<BR /><BR />Zur Erinnerung: Die Regionalregierung hat über den Nachtragshaushalt eine <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/richtig-oder-nicht-so-kraeftig-soll-das-buergermeister-gehalt-erhoeht-werden" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Aktualisierung der Amtsentschädigungen für Bürgermeister </a>(und Ausschuss) in der Region vorgesehen. Der Entwurf enthält dabei auch die Einführung einer neuen Kategorie, nämlich von Gemeinden zwischen 5001 und 10.000 Einwohnern. Bürgermeister einer solchen Gemeinde sollten in Südtirol entsprechend dem Entwurf eine Aufbesserung von 33 bzw. 35 Prozent ihrer aktuellen Entschädigung erhalten. <BR />Weitere Staffelungen wären vorgesehen, bis hinunter zu einem Plus von 3 Pozent für Bürgermeister von Gemeinden bis zu 2000 Einwohner.<h3> Nicht gerade glücklich</h3>Damit sind Südtirols Bürgermeister aber weder glücklich, noch einverstanden, wie auch eine Umfrage des Tagblattes „Dolomiten“ im Vorfeld der gestrigen Sitzung des Rates der Gemeinden gezeigt hatte. Südtirols Bürgermeister wollen erstens eine weitgehende Gleichbehandlung, das heißt den gleichen Aufschlag zumindest für alle Bürgermeister von Gemeinden bis 10.000 Einwohner. Und sie wollen keine „Gehaltssprünge“ für einzelne Bürgermeister von bis zu 35 Prozent, die man auch keinem Bürger vermitteln könne. <BR /><BR />Ihr Vorschlag, der gestern in der Sitzung beschlossen wurde und nun der Regionalregierung zugeschickt wird, sieht daher eine einheitliche Erhöhung um 8 Prozent für die Bürgermeister von Gemeinden bis zu 10.000 Einwohner vor, plus 4 Prozent für Gemeinden bis 15.000 Einwohner. Entsprechend sollen auch die Referenten mehr erhalten. <BR /><BR />Ein besonderes Anliegen war dem Rat der Gemeinden, „eigentlich schon seit Jahren“, wie Rosmarie Pamer (Bürgermisterin St. Martin i. P.) betont, eine ordentliche Aufbesserung der Entschädigung für die Referenten in den Kleinstgemeinden bis 500 Einwohner. Sie sollen künftig statt 200 Euro 650 Euro (brutto) erhalten. <BR /><BR /><embed id="dtext86-55101759_quote" /><BR /><BR />„Wir wollen unbedingt einen gerechten Ausgleich, die Verantwortung der Bürgermeister ist überall gleich groß“, findet Oberstaller, und fügt hinzu: „Das ist meiner Meinung nach eine recht vernünftige Lösung, die man in dieser Größenordnung auch dem Bürger vermitteln kann.“ Er betont aber auch, dass die Bürgermeister von der „ad-hoc-Aktion“ der Regionalregierung nichts wussten: „Das war nicht mit uns abgesprochen, uns hat keiner gefragt“, wundert er sich über das Vorgehen.<BR /><BR /> Ähnlich sieht es auch Bozens Vize-Bürgermeister Luis Walcher (Großgemeinden gehen auch im Vorschlag des Rates der Gemeinden leer aus). „Wir wollen möglichst das gleiche Maß für alle anwenden. In diesem Sinne ist unser Vorschlag sicher besser“. Billiger kommt der Vorschlag des Rates der Gemeinden allerdings nicht: „Die Gesamtsumme bleibt gleich, aber sie wäre gerechter aufgeteilt“, sagt Oberstaller.<BR />