Mittwoch, 17. Februar 2021

Hörtenbergtunnel: Land und Gemeinde Bozen einigen sich auf Trasse

Der Bau des Hörtenbergtunnels im Maßnahmenpaket Agenda Bozen sei unbedingt voranzutreiben, so Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider am Mittwoch bei einer Videokonferenz mit den Bozner Gemeindevertretern. Dabei hat man sich auf eine Trasse geeinigt.

Bei einer Besprechung am Mittwoch hat man sich auf eine Trasse für den Hörtenbergtunnel geeinigt.
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Bei einer Besprechung am Mittwoch hat man sich auf eine Trasse für den Hörtenbergtunnel geeinigt. - Foto: © LPA
An der Besprechung teil nahmen Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi, Vize-Bürgermeister Luis Walcher, Tiefbauabteilungsdirektor Valentino Pagani und den Technikern von Gemeinde und Land.

Im Mittelpunkt stand der Bau des Tunnels unter dem Hörtenberg. Dieser gehört zum Maßnahmenpaket Agenda Bozen zur Verkehrsentlastung für die Landeshauptstadt.

Machbarkeitsstudie steht - Projektierung bald beginnen


Die Techniker des Landes bzw. der Gemeinde haben bereits eine erste Machbarkeitsstudie zu den verschiedenen Trassenvarianten erstellt, die Verkehrsströme analysiert und die geologische Situation bewertet.

Es sei wichtig, das Vorhaben mit dem Entwicklungsplan des Areals Bozen und der anderen Maßnahmen für weniger motorisierten Verkehr in der Landeshauptstadt abzustimmen und die Lebensqualität der Menschen in der Stadt zu verbessern, so Alfreider. Insgesamt setze man auf nachhaltige Mobilität, weshalb auch die Radmobilität miteinbezogen werden soll.

In der Sitzung haben sich Land und Gemeinde auf eine der 3 überprüften Varianten für die Trasse der Umfahrungsstraße durch den Hörtenberg verständigt. „Unseren Studien zufolge ist es die einzig machbare“, sagt Alfreider. Nun muss die Landesregierung die technischen Eigenschaften für den Bau des Hörtenbergtunnels genehmigen, dann kann die Projektierung starten.

Verbindung der Staatstraße ins Sarntal mit der Brennerstaatsstraße

Vorgesehen ist eine Umfahrungsstraße, die die Sarntaler Staatsstraße (SS 508) mit der Brennerstaatstraße (SS 12) und der Innsbrucker Straße in Bozen vorwiegend unterirdisch verbindet.

Die Nordverbindung mit der Staatsstraße ins Sarntal soll durch einen Kreisverkehr erfolgen, und zwar nördlich der Talstation der Seilbahn nach Jenesien, wo auch ein Parkplatz angelegt wird.

Dann soll die neue Straße über eine Brücke über die Talfer geführt werden und danach unterirdisch unter dem Hörtenberg weiterverlaufen und am Bozner Boden enden, wo ebenfalls ein neuer Kreisverkehr geplant ist. Von dort verläuft die Straße dann bei Kampill über den Eisack und mündet in den Kreisverkehr Kampill in die Brennerstaatsstraße.

Die Strecke wird rund 2,6 Kilometer lang. Davon verlaufen rund 2,35 Kilometer im Tunnel. „Pro Tag soll der neue Verkehrsweg unseren derzeitigen Berechnungen rund 6000 bis 7000 Fahrzeuge aufnehmen und so einen großen Teil des Verkehrs aus dem historischen Zentrum von Bozen wegleiten“, sagt Alfreider.

lpa

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