Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi und Vize Luis Walcher warten nunmehr ab, was die weiteren Ermittlungen zum mutmaßlichen Brandstifter ergeben werden. Es bleibe zu hoffen, dass es mit den Feuern nunmehr ein Ende habe, hieß es gestern auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Stadtratssitzung. Walcher bringt außerdem eine weitere Theorie zur Sprache.<BR /><BR />Bürgermeister Renzo Caramaschi und sein Vize Luis Walcher zeigten sich in erster Linie froh darüber, dass ein Verdächtiger geschnappt werden konnte. „Nun bleibt zu hoffen, dass die Brandserie damit eine Ende hat“, meinte Walcher. <BR /><BR />Die Serie habe die ganze Stadt in Atem gehalten. „Auch die Kosten, die die öffentliche Hand zu tragen hat, dürfen nicht außer Acht gelassen werden.“ Schließlich kamen Löschhubschrauber zum Einsatz und es seien mehrere Hektar Buschwald durch die Feuer zerstört worden. „Wenn wir an den Einsatz beim Peter Ploner denken, so erfüllt dieses Waldstück oberhalb der Oswald-Promenade eine wichtige Funktion in Sachen Steinschlagschutz“, sagt Walcher. In den vergangenen Wochen hätten sich immer wieder Steine gelöst, wusste er zu berichten. In Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei und dem zuständigen Gemeindeamt werden daher in den kommenden Wochen eine Reihe von Lokalaugenscheinen oberhalb der Oswald- und Guntschnapromenade durchgeführt.<BR /><BR />Walcher, der selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gries ist, will auch die herausragende Leistung der Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren hervorheben. „Das waren extreme Belastungen, denen die Einsatzkräfte bei hochsommerlichen Temperaturen ausgesetzt waren.“ <BR /><BR />Während Bürgermeister Renzo Caramaschi von einer „psychischen Störung“ des mutmaßlichen Täters ausgeht, will Walcher die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten. „Man weiß, dass derartige Vorfälle auch immer Trittbrettfahrer auf den Plan rufen.“ Nun bleibt zu hoffen, dass dem nicht so ist. „Auch die Anrainer, die unterhalb der Brandherde ihrer Wohnungen haben, können nun hoffentlich wieder beruhigter schlafen. Gar einige haben sich nicht mehr getraut in den Urlaub zu fahren, weil sie Angst hatten, dass in ihrer Abwesenheit wieder ein Brand ausbricht und ihre Wohnungen betroffen sind“, erklärte er.