Mittwoch, 12. Februar 2020

Hoffnungsschimmer: Corona-Ausbreitung verlangsamt sich

Bei dem Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gibt es einen Hoffnungsschimmer. Die Zahl bestätigter neuer Ansteckungsfälle in China habe sich seit der vergangenen Woche stabilisiert, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch in Genf mit.

Die neue Entwicklung sei beruhigend, jedoch mit Vorsicht zu genießen.
Die neue Entwicklung sei beruhigend, jedoch mit Vorsicht zu genießen. - Foto: © APA/afp / LIZABETH MENZIES
Allerdings müsse diese Entwicklung mit großer Vorsicht bewertet werden. „Der Ausbruch kann sich immer noch in alle Richtungen entwickeln“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. In China war am Mittwoch die kleinste Zahl an neuen Erkrankungsfällen pro Tag seit 2 Wochen registriert worden.

Der WHO-Experte Mike Ryan erklärte, die neue Entwicklung sei beruhigend. Das Virus verbreite sich außerhalb der chinesischen Provinz Hubei weniger schnell. Dies sei auf Vorsorge-Maßnahmen der chinesischen Regierung zurückzuführen. Hubei ist Ausgangs- und Schwerpunkt der Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Ryan schränkte ein, es sei noch zu früh, um vom Ende der Epidemie zu sprechen. Die Zahl der Todesfälle durch das Virus auf dem chinesischen Festland ist laut Behörden zum Ende des Dienstags um 97 auf 1113 gestiegen.

Die Zahl der Neuinfektionen in China kletterte um 2015 auf 44.653. In Deutschland wurden bisher 16 Infektionen nachgewiesen. Die Bundesregierung will bis zu 23 Millionen Euro zusätzlich zur Bekämpfung des Corona-Virus aufwenden.

apa/reuters

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