Der Sarner Franz Thaler, Jahrgang 1925, zählt zu den wenigen Überlebenden, die noch vom Grauen eines Konzentrationslagers erzählen können.Obwohl Dableiber, erhält Thaler 1944 den Befehl zum Einrücken. Er flüchtet in die Berge. Daraufhin wird die Sippenhaft geltend gemacht - sein Vater wird bedroht. Thaler stellt sich. Daraufhin wird er zu zehn Jahren Konzentrationslager verurteilt. Er kommt ins Gefängnis und dann ins Konzentrationslager.Für den Vorsitzenden der Gesellschaft für Politikwissenschaft, Universitätsprofessor Günther Pallaver und die Jury der „Politika“ ist Thaler ein Beispiel für Zivilcourage.„Er sagte Nein zur Wehrmacht und Nein zum Hakenkreuz. Trotz des Anpassungsdruckes hat er sich nicht untergeordnet“, sagt Pallaver. Thaler habe sich gegen Unmenschlichkeit und gegen Ungerechtigkeit aufgelehnt.Thaler kehrte seelisch und körperlich gebrochen nach Hause zurück, „aber nicht entmutigt, als der Alltag die Vergangenheit zu verschleiern drohte und die Rolle zwischen Tätern und Opfern bald schon wieder getauscht wurde“, meint Pallaver.Der Sarner habe die Mauer des Schweigens über den Nationalsozialismus zum Einstürzen gebracht – durch seine Erinnerungen, die er im Buch „Unvergessen“ veröffentlichte. Thaler ist für die Gesellschaft für Politikwissenschaft nicht nur ein Symbol der Dableiber, der Deserteure und des Widerstands."D"/hof________________________________________________________________________________________________Lesen Sie mehr dazu in der Wochenend-Ausgabe der "Dolomiten".