Der in der Nachkriegszeit aus Stahl gefertigte Glockenstuhl im Kirchturm von Kurtinig war dringend auszutauschen, da die Vibrationen der Glocken die Statik des Turms gefährdeten. Der neue Glockenstuhl besteht nun wieder aus Holz, wie der seinerzeitige historische Glockenstuhl.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1017393_image" /></div> <BR /><BR />„Die Sanierung des Glockenstuhls im Kirchturm von Kurtinig markiert einen bedeutenden Schritt in der Erhaltung unseres architektonischen Erbes. Der Glockenstuhl, der jahrhundertelang das Herzstück unseres Dorfes war, erforderte dringend eine fachmännische Restaurierung, um seine strukturelle Integrität zu bewahren und seine Funktionalität für die kommenden Generationen zu gewährleisten“, sagt der Traminer Bürgermeister Manfred Mayr.<BR /><BR /><BR />Ein besonderes Augenmerk lag auf der Restaurierung der alten Sterbeglocke, die zweifellos zu den kostbarsten historischen Artefakten der Region gehört – mit einer beeindruckenden Geschichte, die bis ins Jahr 1449 zurück reicht. Die Glocke ist dabei nicht nur ein akustisches Symbol der Vergangenheit, sondern auch ein Zeugnis der Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte. Ihre lateinische Inschrift in gotischen Buchstaben und die detailreiche Kreuzigungsgruppe in Flachrelief machen sie zu einem wahren Schatz der lokalen Geschichte und Kultur. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1017396_image" /></div> <BR /><BR />„Bis vor einigen Jahrzehnten hatte sie als Sterbeglocke fungiert, wurde dann aber wegen eines Sprungs aus dem Turm entfernt und stand seit 1965 in der Kirche unter der Chorstiege. Das Unternehmen Grassmayr in Innsbruck hat nun die Glocke repariert. Die Restaurierung der Sterbeglocke wurde mit äußerster Sorgfalt und Fachkenntnis durchgeführt, um ihre Authentizität zu bewahren und gleichzeitig ihre strukturelle Integrität zu stärken. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1017399_image" /></div> <BR /><BR />Jeder Schritt wurde in enger Zusammenarbeit mit Experten für historische Restaurierung durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Glocke in ihrer ursprünglichen Pracht erstrahlt und gleichzeitig den modernen Standards entspricht. Diese bedeutende Restaurierungsarbeit ist nicht nur ein Akt der Bewahrung, sondern auch ein Ausdruck des Stolzes und der Verbundenheit der Gemeinde Kurtinig mit ihrer Geschichte und Kultur“, sagt Manfred Mayr.<BR /><BR /> Die Kosten für den Austausch und die Sanierung belaufen sich auf 222.000 Euro, wovon rund 155.000 Euro von der Gemeinde bzw. dem Land beigesteuert wurde.