Der Dachverband für Natur und Umwelt und der Naturschutzbund Österreichisch rücken die großen Brummer jetzt ins rechte Licht. <BR /><BR />Unsere heimischen Hornissen sind, entgegen der allgemeinen Meinung, sehr nützliche und friedfertige Fluchttiere. Zudem sind sie wahre Workaholics und halten das Ökosystem in Balance, indem sie Schädlinge fressen und diese so in Schach halten. Im Gegensatz zu anderen Wespenarten interessieren sie sich nicht für Süßes oder Fleischiges, stören also weder beim Picknick noch beim Grillen. Erwachsene Hornissen ernähren sich von Nektar, Fallobst und Pflanzensäften, die sie durch das Annagen von Ästen und über Baumwunden erreichen. Im Larvenstadium sind Hornissen reine Insektenfresser. So schaffen die Arbeiterinnen jeden Tag bis zu 500 Gramm Insekten ins Nest. „Hat man Hornissen im Garten, sind dort in der Regel weniger Wespen, Fliegen, Käfer und Gartenschädlinge“, sagt Carolina Trcka-Rojas, Hornissen-Expertin vom Naturschutzbund.<BR /><BR />Erstaunlich ist auch, dass sie laut Studien menschliche Gesichter wiedererkennen und sich mit Menschen gewissermaßen „anfreunden“ können. So reagieren sie bei Personen, die ihnen bereits bekannt sind, noch entspannter, als sie es ohnehin wären. Wenn man dennoch ihren Nestern zu nahe kommt, gibt es als Erstes Hallo vereinzelte Scheinangriffe. „Ein Schritt zurück genügt und die Hornissen gehen wieder ihrer Tätigkeit nach“, weiß der Geschäftsführer des Dachverbandes Hanspeter Staffler. Europäische Hornissen sind im Grunde genommen friedlich. Wenn sie sich bedroht fühlen, flüchten sie eher, als dass sie angreifen. <BR /><BR />Sollte man doch mal einen Stich abbekommen, ist das im Normalfall kein Grund zur Sorge: Hornissen haben – wie Bienen und Wespen – einen Giftstachel, den sie in der Regel dazu verwenden, ihre Beute zu lähmen und zu töten. Für uns Menschen ist ein Hornissenstich weder schmerzhafter noch gefährlicher als ein Wespen- oder Bienenstich. <BR /><BR />Vorsicht ist allerdings bei der invasiven Asiatischen Hornisse geboten. Gegenüber Menschen ist diese Art nicht aggressiver als heimische Wespen oder Bienen, sofern man sich von den Nestern fernhält. Für unsere heimischen Wildbienen wie auch die Honigbiene ist sie jedoch hochgradig gefährlich, da sie die Bienen als Nahrungsquelle für die Aufzucht ihrer Hornissenlarven nutzt. Ebenso Europa erreicht hat die Asiatische Riesenhornisse. Der Dachverband und Umweltbund mahnen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung der invasiven Art zumindest zu verlangsamen.