Laut ORF-Tirol erstreckte sich der Stau auf der Brennerautobahn Richtung Norden am Samstag über 19 Kilometer. Auf der Südfahrbahn von Matrei Richtung Brenner staute es sich am Samstag zeitweise über 13 Kilometer. Auch am gestrigen Sonntag zogen sich kilometerlange Autoschlangen durch das Wipptal. Laut ORF-Tirol mussten Reisende Richtung Norden 2 Stunden mehr einrechnen. Auch Richtung Süden stand der Verkehr. <h3> Mehrere Baustellen auf der Autobahn</h3>Grund für die Staus – neben dem hohen Verkehrsaufkommen selbst – sind mehrere Baustellen auf der Autobahn. Abschnittsweise ist nur eine Fahrspur offen. Seit dem 7. Oktober wird die Fahrbahn auf der Luegbrücke saniert, sie ist pro Fahrtrichtung nur einspurig passierbar. <BR /><BR />„Es ist eine Situation, die wir leider schon viel zu lange kennen, die aber immer weiter ausartet“, sagte gestern Martin Alber, Bürgermeister der Gemeinde Brenner. Nicht nur das hohe Verkehrsaufkommen auf der Brennerautobahn selbst, sondern, wie bereits berichtet, der massive Ausweichverkehr macht den Bewohnern der Gemeinden südlich des Brenners zu schaffen: „Wir mussten am Samstag und Sonntag die Gemeindestraße Richtung Gigglberg vorsorglich sperren. Die Autofahrer versuchten – geleitet von den Navigationssystemen – auf dieser schmalen Straße rund 2 Kilometer zu sparen. Das ist einfach gefährlich, wenn auf so schmalen Straßen so viel los ist“, sagt Alber. Und: „Die Erreichbarkeit ist nicht mehr gegeben - ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten für die Einsatzkräfte im Notfall.“<h3> „Wir müssen unsere Dörfer an der Autobahn schützen“</h3>Alber zeigte sich enttäuscht, dass es der Politik in Bozen und Rom nicht gelingt, auch für Südtirol ein Abfahrtsverbot von der Autobahn – wie jenseits des Brenners – zu erreichen. „Wir müssen unsere Dörfer an der Autobahn schützen“, so Alber. In die gleiche Kerbe schlug auch Peter Volgger, Bürgermeister von Sterzing: „Die Brennerautobahn ist voll, die Brennerstaatsstraße ist voll. Es muss etwas passieren. Ein Abfahrtsverbot würde zumindest die Brennerstaatsstraße und die Ortschaften entlasten. So werden auch unsere Dörfer verstopft.“ <BR /><BR />Er selbst habe am Samstag für die Strecke Sterzing-Ried – 5 Kilometer – mit dem Auto eine Dreiviertelstunde gebraucht. Auch in und um Sterzing ist der Ausweichverkehr ein massives Problem - und: „Um die Ampel an der Brennerstaatsstraße zu umfahren, versuchen die Autofahrer ihr Glück durch die Innenstadt. Da kann es schon mal passieren, dass ein Autofahrer eine Einbahnstraße übersieht“, sagt Volgger. <BR /><BR />Die Gemeinde Sterzing hat bei der Ampel an der Brennerstaatsstraße Messstation eingerichtet. Volgger will sich am heutigen Montag die neuesten Zahlen vom Wochenende anschauen. Am Wochenende vom 4. bis zum 6. Oktober haben insgesamt 50.000 Autos die Ampel an der Brennerstaatsstraße in der Gemeinde Sterzing passiert.