Donnerstag, 26. Januar 2017

Hotel Rigopiano: Alle noch Vermissten tot geborgen

Eine Woche nach dem Lawinenunglück in den Abruzzen haben die Katastrophenhelfer alle noch Vermissten tot aus den Trümmern des Hotels Rigopiano geborgen.

Wo vor etwas mehr als einer Woche ein Hotel stand, bleibt nur ein Bild der Zerstörung. Mittlerweile wurden alle Menschen geborgen.
Wo vor etwas mehr als einer Woche ein Hotel stand, bleibt nur ein Bild der Zerstörung. Mittlerweile wurden alle Menschen geborgen. - Foto: © APA/AFP

29 Leichen wurden insgesamt geborgen, wie die Feuerwehr kurz nach Mitternacht am Donnerstag mitteilte. 

Als die Lawine das Hotel am vergangenen Mittwoch überrollte, befanden sich 40 Menschen darin: 28 Gäste, darunter 4 Kinder, sowie 12 Angestellte einschließlich des Hotelmanagers Roberto Del Rosso und einem senegalesischen Flüchtling.

11 Überlebende

11 Menschen überlebten das Unglück: Zwei Personen hatten sich im Freien aufgehalten, als die gewaltige Lawine am Mittwoch vergangener Woche über dem Hotel Rigopiano niederging. Neun Menschen – darunter alle vier Kinder – wurden aus den Trümmern befreit.

Zerstörung und Kältetod 

Während einige Tote bereits durch die Wucht der Lawine getötet wurden, starben andere an den Folgen der Kälte und der langen Dauer der Bergungsarbeiten. Es wird nun geprüft, ob der Hilferuf nicht früher hätte gehört werden sollen.

Am Mittwoch waren nach einer Woche gefährlicher und komplizierter Bergungsarbeiten noch immer rund 200 Helfer im Einsatz.

dpa

stol