Donnerstag, 09. Februar 2017

Hotel Rigopiano: Lawinenunglück soll verfilmt werden

Die Tragödie um das von einer Lawine verschüttete Hotel Rigopiano in Mittelitalien soll verfilmt werden.

Vom Hotel war nach der Lawine nicht viel übriggeblieben. Nun soll die tragische Geschichte rund um die Verschütteten und die Rettungsmannschaften verfilmt werden.
Vom Hotel war nach der Lawine nicht viel übriggeblieben. Nun soll die tragische Geschichte rund um die Verschütteten und die Rettungsmannschaften verfilmt werden. - Foto: © APA/AFP

Die Produktionsgesellschaft Taodue Film plant den Beginn der Dreharbeiten für eine vierteilige TV-Serie für September. Bei dem Unglück in der Bergregion Abruzzen waren vor rund drei Wochen 29 Menschen ums Leben gekommen.

Ein Jahr nach Unglück im TV

Der Vierteiler soll im Jänner 2018, ein Jahr nach dem Unglück, zu sehen sein. Jede Folge der Serie, die von der privaten TV-Gruppe Mediaset im Besitz von Ex-Premier Silvio Berlusconi ausgestrahlt wird, soll 50 Minuten dauern, teilte die Filmproduktionsgesellschaft am Mittwoch mit.

„Wir arbeiten an dem Projekt mit der Unterstützung jener Menschen, die dieses Drama persönlich erlebt haben: Überlebende, Angehörige der Opfer und Retter“, betonte der Geschäftsführer von Taodue Film, Pietro Valsecchi.

Hintergründe beleuchten

Ziel der TV-Serie sei es, die Hintergründe des Unglücks zu beleuchten. „Zugleich wollen wir die Erinnerung an die Opfer sowie an die heldenhaften Leistungen der Retter wach halten, die unter unglaublich schwierigen Bedingungen Menschen geborgen haben“, sagte Valsecchi.

Im Hotel Rigopiano auf 1.200 Meter Höhe hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks 40 Personen aufgehalten – 28 Gäste und zwölf Mitarbeiter. Elf Menschen überlebten die Lawinenkatastrophe, neun Personen – darunter vier Kinder – wurden aus den Trümmern befreit.

Die Staatsanwaltschaft der Stadt Pescara ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt. Die Lawine dürfte von Erdbeben in der Gegend ausgelöst worden sein.

apa

stol