Dienstag, 24. Januar 2017

Hotel Rigopiano: Zahl der Todesopfer steigt auf 15

Mittlerweile stündlich steigt die Zahl der Personen, die nur noch tot aus dem von einer Lawine verschütteten Hotel Rigopiano in Mittelitalien geborgen werden können. Die Katastrophe ereignete sich vor 6 Tagen.

Mittlerweile wurden 15 Leichname aus dem verschütteten Hotel geborgen.
Mittlerweile wurden 15 Leichname aus dem verschütteten Hotel geborgen. - Foto: © APA/AFP

Die Zahl der Todesopfer stieg am Dienstagnachmittag auf 15, teilten die Rettungsmannschaften mit. Weitere 14 Personen wurden noch vermisst. Neun Personen sind bisher lebend aus den Trümmern und den Schneemassen befreit worden.

Aus dem Hotel gab es seit längerer Zeit kein Lebenszeichen mehr. Zu den Todesopfern zählt auch ein 22-jähriger Flüchtling aus dem Senegal, der seit einigen Monaten als Tellerwäscher im Hotel Rigopiano gearbeitet hatte. Der Mann war seit 2009 in Italien.

Ermittlungen gegen Unbekannt

Die ermittelnde Staatsanwältin Cristina Tedeschini betonte, die Verspätung beim Start der Rettungsaktion habe etwa eine Stunde betragen und könne nicht als „entscheidend“ betrachtet werden. Sie ermittelt jedoch wegen Fahrlässigkeit gegen unbekannt.

Offenbar rechnete niemand mit dem Unglück. „In den vergangenen 70 Jahren wurde noch nie eine Lawine in Betracht gezogen“, meinte der ehemalige Bürgermeister von Farindola, Massimiliano Giancaterino, dessen Bruder im Hotel ums Leben kam.

Auch nach Angaben des Vorsitzenden des italienischen Geologen-Rats, Francesco Peduto, galt die Gegend bisher als wenig lawinengefährdet. Erst der ungewöhnlich harte Winter und die Erdbebenserie am Mittwoch hätten zu der Tragödie geführt.

apa/stol

stol